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Gladbach = glatter Bach? Girgenrath : Bülheim / Bolmade  
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Gast







BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 8:18 am

Gladbach = glatter Bach?

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Hallo ,

was bedeutet der Name Gladbach wie er in Mönchen - oder Bergisch Gladbach vorkommt. Bach ist klar aber Glad- , vielleicht glatt?
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tommy

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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 8:27 am

glat- in Gladbach

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Hallo,

nach D. Berger geht das "glad" hier auf ein althochdeutsches "glat" zurück, was nicht "glatt" bedeutet, sondern "glänzend". Vielleicht hat der Bach besonders schön das Sonnenlicht reflektiert.
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Gast







BeitragVerfasst am: Di Jun 20, 2006 2:32 pm

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Vielen Dank tommy,

haben Sie schon mal die Bedeutung "Graben" für "Glad" gehört?


Also Grabenbach - das würde dann auch passen, da das Bergische

Land für sein tiefen Gräben,sog.Siefen bekannt ist.

Bei Mönchen Gladbach wäre das aber wiederum nicht der Fall, da es dort relativ flach ist.

Ich weiss aber nicht wo ich die Bedeutung mal gehört oder gelesen habe.


viele Grüsse, MaHe35
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stoeteknuel

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BeitragVerfasst am: Fr Sep 15, 2006 10:38 pm

Re: glat- in Gladbach

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tommy hat folgendes geschrieben::
Hallo,

nach D. Berger geht das "glad" hier auf ein althochdeutsches "glat" zurück, was nicht "glatt" bedeutet, sondern "glänzend". Vielleicht hat der Bach besonders schön das Sonnenlicht reflektiert.

Gibt's z. B. im Alemannischen; dazu folgender Spruch: "Z' Friburg in der Stadt - sufer ischs un glatt" -
Stand mal auf den Freiburger Müllfahrzeugen. "Glatt" im Sinne von "sauber", "rein".
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Dinomaus28

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BeitragVerfasst am: Sa Sep 16, 2006 6:03 pm

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Hallo,

also Bahlow sagt, es handelt sich nicht um glatt oder glänzend wie immer angenommen wurde.

Gladbach assimiliert auch Glabbach, nebst Gladbeck, Gladebeck, Gladenbach etc. Die Gebundenheit ans linksrheinische Gebiet, spricht gegen eine deutsche Herkunft (Försterm., Meyer: keltisch) ...den Text laß ich aus...Eindeutig und beweiskräftig sind Glad-fen und Glad-ley in England (fen= Moor, Sumpf und leg, feuchte Wiese) und kennzeichnen glad als Bezeichnung für schlüpfriges-mooriges bzw. mooriges Gewässer...

Gruß
Dinomaus28 Rolling Eyes
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Helene Erasmus

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BeitragVerfasst am: Sa Sep 16, 2006 8:12 pm

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Glad =
Ableitung auf germ. glada -> gladaz -> glat-> glatt:
eben, klar, hell, glänzend, rein, schlüpfrig;
flach, froh,
idg. ghlõdh-, hlýdh-, Adj.,
glänzend, glatt, schimmern, gelb, grau, grün, blau, eben, ungehindert,

ahd gladden bedeutet : freuen, erfreuen

Mit 'glad-bach' dürfte die Wasserqualität gemeint sein - kein Sumpfwasser, das krank macht.
vergl. : Gladbeck
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Helene Erasmus

ambitioniert
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Anmeldungsdatum: 01.09.2006
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BeitragVerfasst am: Sa Sep 16, 2006 8:20 pm

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Graben=
ahd graban ; idg. greb :
graben, kratzen, scharren, gravieren
Grabo : Furche, Graben, Damm

glad für grab- halte ich für unglaubhaft.

Ein Graben kann allerdings eine 'glad' Eigenschaft besitzen. Das müsste individuell geprüft werden.
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stoeteknuel

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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
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BeitragVerfasst am: Sa Sep 16, 2006 8:20 pm

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Helene Erasmus hat folgendes geschrieben::
Glad =
ahd gladden bedeutet : freuen, erfreuen

Vgl. engl. "glad" = "froh", "erfreut"
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Dinomaus28

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BeitragVerfasst am: Mo Sep 18, 2006 8:19 am

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...auch Gladbeck wird oben erwähnt, wie einige ander Orte mit glad-.
...und wieso sollte Bahlow dem widersprechen und eine andere Bedeutung anführen, wenn er keinen Grund dafür hätte?

Gruß
Dinomaus28 Rolling Eyes
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Helene Erasmus

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Anmeldungsdatum: 01.09.2006
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 18, 2006 9:07 am

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Sicher eine Frage für die Ersteller von Ortschroniken oder Hans Bahlow.
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H-K.

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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Di Sep 19, 2006 9:07 pm

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Dinomaus28 hat folgendes geschrieben::

...und wieso sollte Bahlow dem widersprechen und eine andere Bedeutung anführen, wenn er keinen Grund dafür hätte?


weil er ein "Mooretymologe" war!

dazu passt folgender Text:
Zitat:
Eine Quelle des Amüsements, aber kein brauchbares Handbuch

Leider gibt es nur wenige deutschlandweite Handbücher zur Etymologie von Ortsnamen. Bahlows "Geographische Namenwelt" verspricht viel, hält aber nichts davon. Abgesehen von der ausufernden Verwendung von Ausrufezeichen zieht sich durch das gesamte Buch das Bestreben, sämtliche deutschen Ortsnamen auf vorgermanische Bezeichnungen für Wasser, Sumpf, Schmutz, Moor und Ähnliches zurückzuführen und etwaige abweichende Deutungen für Unsinn zu erklären, selbst wenn sie sonst allgemein akzeptiert sind. Ein Beispiel: "Tübingen (...), bisher ungedeutet, entspricht formal und begrifflich Täbingen, Tüfingen, Hechingen, Lüttingen, (...), muß also ein Gewässerwort enthalten". Wo die Zuordnung zu Wasser beim besten Willen nicht gelingt, wird der Ort völlig weggelassen, selbst wenn es sich um so bedeutende Orte wie München handelt.
Wir haben vor Jahren einen höchst vergnüglichen Abend damit verbracht, die besten Stellen aus diesem Buch herauszupicken und zum Besten zu geben. Dafür ist es bestens geeignet, nicht aber als echte Informationsquelle.


Hendrik Kutzke
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Dinomaus28

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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 1606
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: Di Sep 19, 2006 10:11 pm

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...whatever...

es zieht doch jeder über den anderen her, wer hat das überhaupt geschrieben?

In meinen anderen Büchern steht auch glatt....aber bei Bahlow stehts eben so.

Dinomaus28 Rolling Eyes
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Szillis-Kappelhoff

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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 1681

BeitragVerfasst am: Mo Sep 25, 2006 9:38 am

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Hallo,
was es da an Bahlow zu kritisieren gibt, ist nicht ganz verständlich.

Ich habe mich in Ostpreußen mit Ortsnamen beschäftigt. Die ganz alten, die schon seit der Steinzeit bestehen, haben Namen, die die natürliche Umgebung beschreiben, z.B. was da wächst (Haselstrauch, verkrüppelte Bäume, Riedgras usw).

Andere Namen gehen eindeutig auf Gewässer zurück, sonst würden die Hydronymia Europaea von Wolfgang Schmid als Herausgeber nicht so umfangreich sein.

In Ostrpeußen gibt es (je nach Akzent-Zeichen über den Vokalen) allein für langa/ lanka-Bezeichnungen etliche Bedeutungen:

langa = Sumpfloch (Palanga/ Polangen)
langa = Bach (Langodis)
langa = unergründlicher Sumpf
lanka = Wiese
lanke = Bogen
lanki = Pfad, Weg

Erst die neueren Orte ab etwa 1000-1200 je nach Region gehen auf Locatoren (Ortsgründer) zurück.

Beate
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Till

neugierig
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Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mi Sep 27, 2006 3:09 pm

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Hallo,

ich bin auf der Suche nach dem Stichwort "Siefen" mit Google zufällig auf dieses Thema gestoßen.

Da ich in der Nähe von Bergisch Gladbach wohne, kann ich vielleicht etwas beitragen:

Zunächst einmal bin ich mir relativ sicher, dass Bergisch Gladbach rechtsrheinisch liegt.

Außerdem ist ziemlich klar, um welchen Bach es sich hier handelt, nämlich die Strunde. Die Strunde ist ein kleiner, langsam fließender Bach. Das Tal ist überall relativ breit.

Ob es hier früher Sumpf oder Moor gab, weiß ich nicht. In dem Fall würde der Ortsname vermutlich eher Broich enthalten. Für "Grabenbach" sehe ich keinen Grund.

Till
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H-K.

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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Fr Sep 29, 2006 4:58 am

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Szillis-Kappelhoff hat folgendes geschrieben::
Hallo,
was es da an Bahlow zu kritisieren gibt, ist nicht ganz verständlich.

Ich habe mich in Ostpreußen mit Ortsnamen beschäftigt. Die ganz alten, die schon seit der Steinzeit bestehen, haben Namen, die die natürliche Umgebung beschreiben, z.B. was da wächst (Haselstrauch, verkrüppelte Bäume, Riedgras usw).

Andere Namen gehen eindeutig auf Gewässer zurück, sonst würden die Hydronymia Europaea von Wolfgang Schmid als Herausgeber nicht so umfangreich sein.

Ich nehme an die Steinzeit [ http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/seminare/214 ] war nur symbolisch gemeint, sonst müsstest du die Schriftproben – nachliefern (in Stein gehauen?) Smile
Das Orts- und Örtlichkeitsnamen in hohem Maße Namen tragen die aus ihrer natürliche Umgebung entlehnt wurden ist unbestritten. Dazu zählen nicht nur Gewässer, Moore, Sande, Erden, Bäume, Sträucher, Wälder, aller Art, sondern auch die Lage (oben, unten, vor, hinter, Ost, West, Nord, Süd, ….), Beschaffenheit (trocken, nass, feucht, hell, dunkel, schwer, leicht, …..), Pflanzen (Haselstrauch, verkrüppelte Bäume, Riedgras usw. ) und vieles mehr.

Das alles wird nicht kritisiert, sondern Bahlows „Gabe“, ON (und manchmal auch FN) auf –verklungende Wasserwörter – zurückzuführen, die er sich (da sie ja verklungen sind) ausgedacht hat. Meist enden seine Deutungen dann im Moor-, Sumpf-, Dreck-, Schmutz- u.ä..

Szillis-Kappelhoff hat folgendes geschrieben::

In Ostrpeußen gibt es (je nach Akzent-Zeichen über den Vokalen) allein für langa/ lanka-Bezeichnungen etliche Bedeutungen:

langa = Sumpfloch (Palanga/ Polangen)
langa = Bach (Langodis)
langa = unergründlicher Sumpf
lanka = Wiese
lanke = Bogen
lanki = Pfad, Weg


... und noch weitere Bedeutungen, z,B. "langa" = Bruch
... und in anderen Gegenden - andere Bedeutungen.

Hendrik Kutzke
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H-K.

ambitioniert
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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Fr Sep 29, 2006 5:01 am

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Till hat folgendes geschrieben::

Zunächst einmal bin ich mir relativ sicher, dass Bergisch Gladbach rechtsrheinisch liegt.

Außerdem ist ziemlich klar, um welchen Bach es sich hier handelt, nämlich die Strunde. Die Strunde ist ein kleiner, langsam fließender Bach. Das Tal ist überall relativ breit.

Ob es hier früher Sumpf oder Moor gab, weiß ich nicht. In dem Fall würde der Ortsname vermutlich eher Broich enthalten. Für "Grabenbach" sehe ich keinen Grund.


damit lieferst du ein Argument für GLAD = Glatt.

Hendrik Kutzke
PS: Siefen siehe http://home.arcor.de/maramut/02arc/inhalt.htm
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Till

neugierig
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Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr Sep 29, 2006 7:58 am

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H-K. hat folgendes geschrieben::
PS: Siefen siehe http://home.arcor.de/maramut/02arc/inhalt.htm


Da steht:
Zitat:
Siepen - Siefen
Für ein langsam abfließendes Gewässer war im Bergischen der Begriff Siepen gebräuchlich.

Für mich war ein Siefen immer ein Rinnsaal, dass zwar nie ganz austrocknet, aber im wesentlichen nach Regen Wasser führt. Das paßt zu Obigem.

Ich habe allerdings Erklärungen gefunden, ein Siefen sei der zugehörige Taleinschnitt, und nicht das Gewässer darin. Ich frage mich, ob der Begriff regional unterschiedlich verwendet wird, oder ob die Erklärungen zum Teil einfach falsch sind.

Till
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stoeteknuel

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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 1010

BeitragVerfasst am: Fr Sep 29, 2006 10:20 am

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Ist womöglich bergisch "Siepen" = eifelländisch "Seifen"? Das kommt ja in der Eifel ziemlich häufig vor, vgl. z.B. die Wüstung "Wollseifen" im neuen Nationalpark Eifel oder "Wehrseifen" am Nürburgring.

Hab mich schon immer gefragt, was die Endung "-seifen" bedeuten könnte ...
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Till

neugierig
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Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr Sep 29, 2006 4:25 pm

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stoeteknuel hat folgendes geschrieben::
Ist womöglich bergisch "Siepen" = eifelländisch "Seifen"? Das kommt ja in der Eifel ziemlich häufig vor, vgl. z.B. die Wüstung "Wollseifen" im neuen Nationalpark Eifel oder "Wehrseifen" am Nürburgring.

Über Wehrseifen am Nürburgring bin ich auf das Thema gekommen. An diversen Stellen wird behauptet, mit Seifen sei der Taleinschnitt gemeint. Bei uns im bergischen ist der Siefen aber das fließende Wasser unten drin. Und da habe ich mal im Internet gesucht, was es zum Thema Seifen und Siefen so zu finden gibt. Entweder steht es im Internet an ganz vielen Stellen falsch, oder der Begriff wird unterschiedlich verwendet.

Till
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stoeteknuel

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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 1010

BeitragVerfasst am: Fr Sep 29, 2006 8:52 pm

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Offenbar muss zu dem "Tal"-Begriff noch Feuchtigkeit hinzukommen, siehe:
http://www.siebengebirge.de/sg/pages/historisches_name.php?back=historisches

Demnach wäre "Seifen", "Siepen" etc. ein wasserführendes Tal, womit sich eine direkte Verbindung zur bergischen Bedeutung ergibt.
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