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coppi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 31
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Verfasst am: Mo März 05, 2007 9:42 pmHagendörfer |
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Hallo Forum,
mir stellt sich nunmehr die Frage, woher die Hagendörfer stammen.
In meiner Gegend konnte ich drei davon ausfindig machen. Einmal handelt es sich um den Ort Hagenohsen und dann habe ich zwei Wüstungen mit den Namen Nienhagen und Itzhagen identifizieren können.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Namen.
Woher stammen die Namen?
Was bedeuten sie?
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stoeteknuel
Experte!

Anmeldungsdatum: 12.09.2006 Beiträge: 1009
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Verfasst am: Mo März 05, 2007 10:41 pmHagendörfer |
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Dazu habe ich folgenden Text gefunden (http://www.mittelweser-tourismus.de/raderlebnis/radtouren_detail.php?item=6):
| Zitat: | | Gegründet wurden die Hagendörfer im Hochmittelalter, einer Zeit, in der die Bevölkerung rapide anwuchs und neue Bauerndörfer benötigt wurden. Um allen Siedlern gleiche Bedingungen zukommen zu lassen, bekam jeder vom Landesherrn, dem Grafen von Schaumburg, eine Hufe mit 70 bis 100 Meter Breite zugewiesen, die sich im rechten Winkel zu beiden Seite der Dorfstraße in den Wald erstreckte. Direkt an der Straße wurde das Haus gebaut, dahinter die Bäume gerodet und die neuen Felder und Wiesen mit Hecken (Hagen) umgeben. Diese regelmäßigen Streifen kann man an vielen Orten der Schaumburger Kreidemulde noch in der Feldflur erkennen. |
Auf jeden Fall bedeutet Hagen soviel wie ein "eingefriedeter Bereich".
Allein der Ortsname Nienhagen kommt in D 19x vor, allerdings nur in NRW u. den nördlichen Bundesländern, siehe http://www.geonames.org/search.html?q=nienhagen&country=
Wobei Nienhagen = "Neuenhagen" bedeutet.
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coppi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 31
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Verfasst am: Mo März 05, 2007 11:33 pmRe: Hagendörfer |
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| stoeteknuel hat folgendes geschrieben:: | Dazu habe ich folgenden Text gefunden (http://www.mittelweser-tourismus.de/raderlebnis/radtouren_detail.php?item=6):
| Zitat: | | Gegründet wurden die Hagendörfer im Hochmittelalter, einer Zeit, in der die Bevölkerung rapide anwuchs und neue Bauerndörfer benötigt wurden. Um allen Siedlern gleiche Bedingungen zukommen zu lassen, bekam jeder vom Landesherrn, dem Grafen von Schaumburg, eine Hufe mit 70 bis 100 Meter Breite zugewiesen, die sich im rechten Winkel zu beiden Seite der Dorfstraße in den Wald erstreckte. Direkt an der Straße wurde das Haus gebaut, dahinter die Bäume gerodet und die neuen Felder und Wiesen mit Hecken (Hagen) umgeben. Diese regelmäßigen Streifen kann man an vielen Orten der Schaumburger Kreidemulde noch in der Feldflur erkennen. |
Auf jeden Fall bedeutet Hagen soviel wie ein "eingefriedeter Bereich".
Allein der Ortsname Nienhagen kommt in D 19x vor, allerdings nur in NRW u. den nördlichen Bundesländern, siehe http://www.geonames.org/search.html?q=nienhagen&country=
Wobei Nienhagen = "Neuenhagen" bedeutet. |
Die Grafen von Schaumburg hatten in dem Gebiet keine Eigentümer.
Es waren damals die Grafen von Everstein, von Homburg und von Braunschweig/Lüneburg, sowie der Bischof von Minden.
Ist eine Seite für "Radtouren" ohne Quellenhinweis zitierfähig?
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Tarzius
Experte!

Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 2208 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Di März 06, 2007 3:18 pmRe: Hagendörfer |
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| coppi hat folgendes geschrieben:: | Hallo Forum,
mir stellt sich nunmehr die Frage, woher die Hagendörfer stammen.
In meiner Gegend konnte ich drei davon ausfindig machen. Einmal handelt es sich um den Ort Hagenohsen und dann habe ich zwei Wüstungen mit den Namen Nienhagen und Itzhagen identifizieren können.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Namen.
Woher stammen die Namen?
Was bedeuten sie? |
Hallo Coppi,
Hagendörfer: siehe/lese dazu:
Zitat: Hagendörfer wurden mitUnterstützung der Landesherren angelegt und die Flächen zur Rodung freigegeben. Hagen war in der Regel ein Gehölz, das zur Einhegung von Vieh sowie zur Holznutzung diente Im ehemaligen Fürstentum Lippe gab es rund 50 kleinere und größere Hagensiedlugen......
Quelle: http://209.85.129.104/search?q=cache:pROohGjCl2cJ:www.brunsiek-doerentrup.de/hofgeschichte/chronik.pdf+Hagend%C3%B6rfer+Flurname&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=ch
Bahlow erwähnt Hagen-dörfer nicht. Schreibt jedoch: der Hagenschiess ist kein Dorngebüsch , sondern ein feuchter Laubwald. So auch die Hagenberge in Württ, (Odenwald) Hagenried u.ä.
Der Duden verweist bei hagen- hag: (Dorn) Gebüsch, Einfriedung, eingefriedeter, umhegter Ort. Siedlungsamen im Rodungsgebiet des 10. bis 13. Jh. Die eingefriedete Plätze und Siedlungen im ehemal. Waldland bezeichnet. (ahd. mhd. hac, Genitiv hages, und ahd. hagan, mhd. hagen)
Weitere Hinweise:
Zitat: Die Hagendörfer waren Siedlungen, die von Hägern, dh. flämischen Ansiedlern ... Darauf ist es wohl zurückzuführen, daß das Löberfeld - der Flurname ist dem......
Quelle: http://www.qsl.net/dl2aq/2-DasBauerndorf.html
Evtl. hier noch ein Hinweis: Flurname wie Dauthendey, Dillendey, Doneldey usw., s. Dilthey! ... des zwölften und dreizehnten Jahrhunderts zwischen Leine und Weser (Hagendörfer)...Quelle:
http://www.folker-wagner-hett.de/mucaltext.htm
Zitat: hat sich durch die Jahrhunderte der Flurname “Füeschicht” (= Feuerschicht) ... Nach der Zeit der Gründung der Hagendörfer, in der in Wölpinghausen die ...
Quelle: http://www.villa42.de/files/hofwoelp.pdf
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coppi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 31
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Verfasst am: Di März 06, 2007 11:30 pmItzhagen |
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Vielen Dank für die Links. Sind wirklich sehr interessant.
Ich habe eine (schlechte) Kopie einer älteren Karte aus dem Amt Ohsen.
Darin wird "Hagener Land" extra ausgewiesen.
Was hat das zu bedeuten.
http://www.voremberg.de/grafik/hagen.jpg
Ferner würde ich gern noch etwas über die Bedeutung des Ortsnamens "Itzhagen" erfahren.
MfG
Coppi
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Dinomaus28
Experte!

Anmeldungsdatum: 30.01.2006 Beiträge: 1618 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: Mi März 07, 2007 6:34 am |
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Hallo Coppi,
mit der Bezeichnung "Hagener Land" deckt sich die Aussage der Vorredner. Es handelt sich um ein eingefriedetes Gebiet.
Zu Ortsnamen mit -hagen, -hag:
Das Grundwort entspricht den Siedlungsnamen in Rodungsgebieten des 10. bis 13. Jh. die eingefriedete Plätze und Siedlungen im ehemaligen Waldland bezeichnen. Diese Namen sind vor allem in Mittel- und Norddeutschland vom Rheinland bis nach Pommern verbreitet. Diese Siedlungen entstanden oft unter besonderem Recht, daß man Hagenrecht bezeichnete und benannte damit die Freiheit der Genossen von Abgaben und Frondiensten.
Die benannten Orte entsprechen also wohl in allen Fällen das eingefriedete Land.
Ich finde keinen Ort Itzhagen, wo ist der? Gibt es ihn nicht mehr?
Gruß
Dinomaus28
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Szillis-Kappelhoff
Experte!

Anmeldungsdatum: 29.01.2006 Beiträge: 1722
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Verfasst am: Mi März 07, 2007 7:41 am |
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Moin,
ich hab mal im Bahlow nachgeguckt, weil mir auch der Ort Itzehoe einfiel:
Itz (Idasa) sie Idar
Idra: Flussname aus vorgermanischer Zeit.
Beate
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Tarzius
Experte!

Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 2208 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Mi März 07, 2007 3:53 pmRe: Itzhagen |
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| coppi hat folgendes geschrieben:: | Vielen Dank für die Links. Sind wirklich sehr interessant.
Ich habe eine (schlechte) Kopie einer älteren Karte aus dem Amt Ohsen.
Darin wird "Hagener Land" extra ausgewiesen.
Was hat das zu bedeuten.
http://www.voremberg.de/grafik/hagen.jpg
Ferner würde ich gern noch etwas über die Bedeutung des Ortsnamens "Itzhagen" erfahren.
MfG
Coppi |
Hallo Coppi,
Ergänzend zum Beitrag von Beate:
einen Ortsnamen Itzhagen habe ich auch keinen "gefunden".
Jedoch, einen Fluss namens Itz (die Itz). Vielleicht hilft dir das weiter.
Bahlow verweist bei Itz (I dra) zu Idar und schreibt dazu: Idar (-Oberstein) ist benannt nach der dortigen Idar (I dra) Nbfl. der Nahe (Nava) - beides uralte Flussnamen aus vorgerm. Zeit. Idra (mit r-suffix) entspricht Badra, Nodra, Locara, Cura, Indra, Andra, lauter sinnesverwante auf altkeltisch-ligurischen Boden Frankreich, Britaniens, Korsikas usw. Vgl. den Iro-See am Po, mit dem Fluss Idex (heute Idice) Eine I Dina fliehst in Belgien, eine I dasa (Itz) zum Main b. Coburg (vergl. die Celasa; Kels, zur Donau, cel=Sumpf!); eine I dassa in Illyrien. Eine I dista-viso Westf. Hat nichts mit dem germ. idisi=weise Frau, Nornen zu tun auch nicht Frauenwiese sondern Wiese am Bache Idista. Vergl. auch I desten in Friesland. Ein I desbach 930 (Itzbach) fliehst bei Saarlouis. Usw.
Dies alles beschreibt, wie erwähnt, den Flussnamen Itz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Itz
Erwähnen möchte ich auch, dass Hagen (Hageon) ein alter, männlicher Vorname und Familienname ist. Hagen, Haio, Heio, Hajo Hakon, Hayo und Hanno sind Formen dieses V.Namen. Bedeutung: Einfriedung. Die Herkunft wird als Germanisch angegeben.
Der Fam. Nam. : Da bezieht sich der Duden auf den Vornamen und die vielen Ortsnamen. Jedoch steht auch : Oberdeutscher Berufsübername zu mhd. hagen=Stier, Zuchstier, für den Stierhalter, -züchter auch Übername nach einem Bildlichen Vergleich. Dies als Ergänzung.
Siehe/lese:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hagen_(Begriffskl%C3%A4rung)
(markiere/kopiere den ganzen link mit rech. Maustast. und fügen ihn ein)
Nochmals zum Flurnamen Hagen: Im ausgehenden Mittelalter wurde häufig ein niedriger Erdwall mit Pfählen, oft durch Weidengeflecht verbunden, um ein Gehöft vor Eindringlingen zu schützen und das Fortlaufen des Viehs zu verhindern. Manchmal trat an Stelle.............
Zu Ortsnamen allgemein:
-itz, -itsch, -witz, -(sch)ütz: aus slawisch -ic- bzw. -ov-ic-, z.B. Rochlitz, Delitzsch, ... Europas längsten Ortsnamen trägt die walisische Ortschaft ...
Quelle: http://www.biologie.de/biowiki/Ortsnamen
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coppi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 31
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Verfasst am: Do März 08, 2007 7:31 pmItzhagen |
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| Dinomaus28 hat folgendes geschrieben:: | Hallo Coppi,
mit der Bezeichnung "Hagener Land" deckt sich die Aussage der Vorredner. Es handelt sich um ein eingefriedetes Gebiet.
...
Ich finde keinen Ort Itzhagen, wo ist der? Gibt es ihn nicht mehr?
Gruß
Dinomaus28  |
Hallo,
bei dem Ort Itzhagen handelt es sich um eine Wüstung.
Der Ort wird bis ins 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
Er lag im Landkreis Hameln am Fuße eines Berges (Hasselburg) südwestlich der Ortschaft Bisperode. Gegenüber befindet sich der Gebirgszug Ith.
Mir stellt sich bei diesem Ort die Frage, ob es eine typische mittelalterliche Hagensiedlung oder eine Siedlung mit germanischen Ursprungs ist.
Über die Gründung des Ortes habe ich bislang noch nichts gefunden.
MfG
Coppi
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Dinomaus28
Experte!

Anmeldungsdatum: 30.01.2006 Beiträge: 1618 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: Do März 08, 2007 8:50 pm |
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| Zitat: | Hallo,
bei dem Ort Itzhagen handelt es sich um eine Wüstung.
Der Ort wird bis ins 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
Er lag im Landkreis Hameln am Fuße eines Berges (Hasselburg) südwestlich der Ortschaft Bisperode. Gegenüber befindet sich der Gebirgszug Ith.
Mir stellt sich bei diesem Ort die Frage, ob es eine typische mittelalterliche Hagensiedlung oder eine Siedlung mit germanischen Ursprungs ist.
Über die Gründung des Ortes habe ich bislang noch nichts gefunden.
MfG
Coppi |
Hallo coppi!
Ein Fluß/Bach liegt also nicht genau da? Es handelt sich also um eine aufgegebene Siedlung. Anhand Deiner Angaben zur Umgebung fällt mir jetzt aber nichts weiter dazu ein.
Gibt es vielleicht Aufzeichnungen in einem nahegelegenen Ort über das ehemalige Itzenhagen?
Dinomaus28
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coppi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 31
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Verfasst am: Do März 08, 2007 11:52 pm |
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[quote="Dinomaus28"] | Zitat: |
Hallo coppi!
Ein Fluß/Bach liegt also nicht genau da? Es handelt sich also um eine aufgegebene Siedlung. Anhand Deiner Angaben zur Umgebung fällt mir jetzt aber nichts weiter dazu ein.
Gibt es vielleicht Aufzeichnungen in einem nahegelegenen Ort über das ehemalige Itzenhagen?
Dinomaus28  |
Hallo,
ein Bild sagt mehr wie 1000 Worte:
http://www.voremberg.de/iframe_wuestungen/grafik/itshagen-.jpg
Die Wüstung lag an einem Bach mit dem Namen Remte.
Ortschaften liegen meines Wissenes immer an Flüssen oder Bächen.
An den Ort erinnert die Flurnamenbezeichnung.
In einer Karte aus dem 18. Jhdt. ist dort eine Wüstung aufgeführt.
MfG
Coppi
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Dinomaus28
Experte!

Anmeldungsdatum: 30.01.2006 Beiträge: 1618 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: Do März 15, 2007 7:06 am |
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| Zitat: | Hallo,
ein Bild sagt mehr wie 1000 Worte:
http://www.voremberg.de/iframe_wuestungen/grafik/itshagen-.jpg
Die Wüstung lag an einem Bach mit dem Namen Remte.
Ortschaften liegen meines Wissenes immer an Flüssen oder Bächen.
An den Ort erinnert die Flurnamenbezeichnung.
In einer Karte aus dem 18. Jhdt. ist dort eine Wüstung aufgeführt.
MfG |
Coppi
Hallo,
ich meinte in Bezug auf einen Fluß/Bach, der wie oben erwähnt passen könnte. Remte hat also nichts mit dieser Wüstung zu tun. Wenn ich mir die Flurkarte so ansehe, stelle ich fest, daß in dem Bereich nichts eingezeichnet ist, also wohl dieser Teil nie bewohnt war und somit auch keine Siedlung. Ein Wüstung bezeichnet ja auch eine Wirtschaftsfläche. Im Grunde wird das Gebiet wohl irgendwann gerodet und viell. für landwirtschaftliche Zwecke genutzt worden sein. Es wird sich vermutlich um eine Flurbezeichnung handeln, aber genau kann ich das ohne Belege natürlich nicht sagen und Geographische Namen sind eigentlich nicht mein Gebiet. Auf der Karte ist Bisperode eingezeichnet "rode" weist in dem Fall auf Rodung. Es ist also möglich, daß das ganze Gebiet irgendwann gerodet wurde, Bisperode wurde besiedelt und das der Rest eben für Ackerbau genutzt. Ein Flurname ist die Bezeichnung eines nicht besiedelten Stück Landes ohne Häuser und bezeichnet Wälder, Wiesen, Äcker etc. Tja - vielleicht findest Du ja noch andere Flurkarten, bzw. anhand von Chroniken genauere Infos zu diesem Gebiet, vielleicht in Bisperode?
Übrigens nicht alle Ortschaften liegen zwangsläufig an Flüssen.
Gruß
Dinomaus28
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coppi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 31
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Verfasst am: Do März 15, 2007 5:20 pmItshagen |
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Der Ort wird urkundlich bis ins 16. Jahrhundert erwähnt.
In einer Karte aus dem 18. Jhdt. ist dort eine Wüstung verzeichnet.
Ohne Zweifel hat es an der Stelle eine Siedlung gegeben.
Die Herkunft des Ortes ist aber ungewiß. Ich hatte die Hoffnung, daß man aufgrund des Namens Rückschlüsse auf die Gründungszeit ziehen kann.
Da es sich ja möglicherweise um ein "Hagen"-Dorf handelt, sollte eine etwaige Terminierung doch möglich sein.
Ein Archäologe gab mir den Hinweis, das ältere Siedlungen im Regelfall an einem Fließgewässer lagen.
MfG
Coppi
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Anonymous
Gast
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Verfasst am: So Okt 28, 2007 2:52 pm |
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Hallo, Vorgesteren hab ich selber einen Beitrag geschrieben und haben die
Namen Nieuwenhagen, Neu(en)hagen und Nie(n)hagen nachgefragt.
Ich wohne in der fruehere Gemeinde Nieuwenhagen, seit 1982 ein Teil der Gemeinde Landgraaf in der Provinz Limburg, an der Deutsch-Niederlaendische Grenze. In unsere Gemeinde steht auch noch ein Schloss Strijt/Streithagen an der Strijthagerbeek ( Bach), das Urspruenglich aus dem Mittelalter stammt.
In unsere Provinz gibt es noch mehr Orten, deren Namen auf "hagen" enden. Und vergesse nicht das der Niederlaendische Regierungssitz 's Gravenhage heisst. 's Gravenhage hat nie Stadtrechte bekomme, obwohl hier schon die Grafen von Holland und spaeter die Statthalter aus dem Hause Oranien-Nassau und die General-Staten der Vereinigte Niederlanden ihre Residenz hatten.
Unseren namen "Nieuwenhagen" wurde in eine etwas andere Schreibweise einige Mahlen im Anfang des 13. Jhrh. urkundlich erwaehnt. Aber es betraf immer Personen und nie direkt den oder einen Ort. Die Personen hatten Beziehungen mit der adlige Familie Von Ahre-Hochstade, die in der jetzige Euregio Maas-Rhein grosse Besitztuemer ihr eigen nennen konnten.
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saxo
interessiert

Anmeldungsdatum: 07.07.2007 Beiträge: 27 Wohnort: Mark Brandenburg
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Verfasst am: Di Nov 06, 2007 4:56 pm |
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Warum so kompliziert mit dem Namen Itzhagen? Die Hagendörfer sind Rodedörfer des ausgehenden Mittelalters. Da braucht man keine vorgermanischen Flußnamen mehr heranzuziehen. Itzhagen ist einfach das Hagen des Itzo/Ezzo. Also von einer Person abgeleitet, Vergleiche auch die Namensbildung weiterer Hagen-Dörfer (Hanshagen, Karlshagen, Petershagen usw.)
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