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Lemmsen
interessiert

Anmeldungsdatum: 28.05.2007 Beiträge: 7
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Verfasst am: Mo Jun 18, 2007 1:26 pmWeiss jemand etwas über Herkunft u. Bedeutung von Langpaap? |
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Hallo. In unserer Familie gibt es den Namen Langpaap. Leider ist es bisher niemandem gelungen, etwas über dessen Bedeutung und Herkunft herauszufinden. Für Tipps und Wissen: Danke im Voraus!
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stoeteknuel
Experte!

Anmeldungsdatum: 12.09.2006 Beiträge: 1009
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Verfasst am: Mo Jun 18, 2007 1:36 pmLangpaap, Langpap |
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Es gibt die Schreibvarianten Langpaap und Langpap. Beides sind niederdeutsche Namen.
Der Namensteil Lang- nimmt vermutlich Bezug auf die Größe des Namensträgers. Der zweite Namensteil dürfte auf mnd. pape = "Pfaffe" zurückgehen. Der FN-Duden sagt dazu:
| Zitat: | | Übername zu mnd. pape >Pfaffe, Weltgeistlicher<, der auf Beziehungen des ersten Namensträgers zu einem Geistlichen oder zur Kirche zurückgeht (etwa >entlaufener Priester<, >unehelicher Sohn eines Geistlichen<, >zinspflichtiger Bauer<). Vor der Reformation hatte das Wort noch keinen abschätzigen Sinn. |
Es gibt auch andere Zusammensetzungen mit -pap, z.B. Halfpap für den angehenden Pfaffen oder auch Pfaffensohn (nach Bahlow).
Der Name Pape kommt auch einzeln vor.
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Tarzius
Experte!

Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 2208 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Mo Jun 18, 2007 1:56 pmRe: Weiss jemand etwas über Herkunft u. Bedeutung von Langpa |
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| Lemmsen hat folgendes geschrieben:: | | Hallo. In unserer Familie gibt es den Namen Langpaap. Leider ist es bisher niemandem gelungen, etwas über dessen Bedeutung und Herkunft herauszufinden. Für Tipps und Wissen: Danke im Voraus! |
Hallo,
Langpaap: Lang-Paap:
Lang: Übernam. zu mhd. lanc, mnd. lank= lang, für einen grossen Menschen. Bekannter Namensträger: Fritz Lang, öster.- amerik. Filmregisseur und Drehbuchautor.
Paap(e) zum Fam. Nam. Pape: Übername zu mnd. pape=Pfaffe (Priester) (Weltgeistlicher, der auf Beziehungen des ersten Namensträger zu einem Geistlichen od. zur Kirche zurückgeht. (etwa "entlaufener Priester, unehelicher Sohn eines Geistlichen. (zinspflichtiger Bauer) Vor der Reformation hatte das Wort noch keinen abschätzigen Sinn.
Reynerus Pàpe ist a. 1293 in Hanover belegt.
(Duden Fam. Nam.)
Bahlow schreibt beim Fam. Nam. Pape: (nnd. oft vorkommend) obd. = Pfäff; auch Paap(e), Pa(a)pke, Papeke, Päpke in Mechl. oft vorkommend. Dazu Haalfpape, -paap= angehender Priester (mhd. Haippriester) Rhein. Paff(e)
Auch von Papen. Als Spottname: Papenfoth (foth=Fuss) Kirchen- od. Klostergut bewirtschafter. Der Papenmeier, Papmeier, Papmöhl (mehl) Mehl meint den Müller der Pfaffenmühle. Klosterbauer war der Papmeier.
Die Ortsnamen: Papenbrock, -dieck, -dort, -hagen.
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