Familienname Hupfer

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Ich versuche seit langem vergeblich, eine plausible Deutung des Familiennamens „Hupfer“ zu finden. Der Name ist schwerpunktmäßig im Nordosten Bayerns (Nürnberger Land), in Thüringen (Greiz), in Sachsen (Zwickauer Land) und in Baden-Württemberg (Ortenaukreis, Waldshut) anzutreffen.

Meine Vorfahren sind seit 1556 in der Flednitz, einer ehemals slawischen Siedlungskammer in Nordbayern, nachweisbar. Sie sind wohl zwischen 1542 und 1556 zugewandert und waren bis 1938 ununterbrochen Gemeindeschmiede.

Die Deutung Hupfer = Springer (Gaukler auf Jahrmärkten) passt bei Schmieden nicht so recht. Ebenso die Deutung Hupfer = Hüpfer/Humpler. Gegen die Deutung über hupa = Mütze spricht, dass meine Vorfahren wohl nicht zur urslawischen Bevölkerung gehörten. Auch die Deutung über hupe = Grundstück/Siedler macht aus meiner Sicht wenig Sinn, weil Gemeindeschmiede kaum Grundstücke besaßen.

Meyers Lexikon entnehme ich, dass der Name "Hupfer" erstmals 1340 in Regensburg bezeugt ist. Es soll sich um eine patronymische Bildung (starker Genetiv) zu Huppert (Hubert) handeln. Ist das plausibel?

Kann mir jemand weiterhelfen? Danke im Voraus!

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isigusa schrieb:

Ich versuche seit langem vergeblich, eine plausible Deutung des Familiennamens „Hupfer“ zu finden. Der Name ist schwerpunktmäßig im Nordosten Bayerns (Nürnberger Land), in Thüringen (Greiz), in Sachsen (Zwickauer Land) und in Baden-Württemberg (Ortenaukreis, Waldshut) anzutreffen.

Meine Vorfahren sind seit 1556 in der Flednitz, einer ehemals slawischen Siedlungskammer in Nordbayern, nachweisbar. Sie sind wohl zwischen 1542 und 1556 zugewandert und waren bis 1938 ununterbrochen Gemeindeschmiede.

Die Deutung Hupfer = Springer (Gaukler auf Jahrmärkten) passt bei Schmieden nicht so recht. Ebenso die Deutung Hupfer = Hüpfer/Humpler. Gegen die Deutung über hupa = Mütze spricht, dass meine Vorfahren wohl nicht zur urslawischen Bevölkerung gehörten. Auch die Deutung über hupe = Grundstück/Siedler macht aus meiner Sicht wenig Sinn, weil Gemeindeschmiede kaum Grundstücke besaßen.

Meyers Lexikon entnehme ich, dass der Name "Hupfer" erstmals 1340 in Regensburg bezeugt ist. Es soll sich um eine patronymische Bildung (starker Genetiv) zu Huppert (Hubert) handeln. Ist das plausibel?

Kann mir jemand weiterhelfen? Danke im Voraus!

 

Hallo,

bitte Suchfunktion verwenden.

HUPFER rund 850 Einträge in D und die vert. sich auf 177 Landkreise. Die Meisten in BY usw..

In der CH rund 50 Einträge.

Im PfwB steht z.B.:

Spielkugel= , Hupfe (auch ON)

hüpfend vor Ungeduld, auch tanzlustig, hipprich. PfWB hüpfig. zum Hüpfen aufgelegt.

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Hallo

Die Suchfunktion habe ich natürlich genutzt. Ich habe in meiner Frage im dritten Absatz dargelegt, weshalb ich die dort angebotenen Deutungen für nicht plausibel halte. Es ist z.B. nicht sonderlich wahrscheinlich, dass eine Familie, die fast vierhundert Jahre Schmiede hervorgebracht hat, vorher Jahrmarktgaukler hervorgebracht hat. Ich kann auch einen Bezug zu Hupfe = Spielkugel nicht erkennen.

Ich habe mir auch Gedanken gemacht, ob man aus der Verteilung des Namens in Deutschland und der Schweiz etwas ableiten kann. Ich finde keine Ansatzpunkte.

Aus meiner Sicht kann man aber darüber nachdenken, ob der Name sich – wie in Encyclo – Meyers Lexikon online dargestellt – von Hubert, ahd. Hugbert ableiten lässt. Ich hatte gehofft, dass mir jemand weiterhilft, ob die Angabe „patronymische Bildung (starker Genetiv) zu Huppert (Hubert)“ plausibel ist.

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[quote=isigusa]  Hallo, die Suchfunktion habe ich natürlich genutzt. Ich habe in meiner Frage im dritten Absatz dargelegt, weshalb ich die dort angebotenen Deutungen für nicht plausibel halte. Es ist z.B. nicht sonderlich wahrscheinlich, dass eine Familie, die fast vierhundert Jahre Schmiede hervorgebracht hat, vorher Jahrmarktgaukler hervorgebracht hat. Ich kann auch einen Bezug zu Hupfe = Spielkugel nicht erkennen. Ich habe mir auch Gedanken gemacht, ob man aus der Verteilung des Namens in Deutschland und der Schweiz etwas ableiten kann. Ich finde keine Ansatzpunkte. Aus meiner Sicht kann man aber darüber nachdenken, ob der Name sich – wie in Encyclo – Meyers Lexikon onlin dargestellt – von Hubert, ahd. Hugbert ableiten lässt. Ich hatte gehofft, dass mir jemand weiterhilft, ob die Angabe „patronymische Bildung (starker Genetiv) zu Huppert (Hubert)“ plausibel ist.

 

 

Hallo,

Die Suchfunktion habe ich natürlich genutzt.

Dass Du die Funktion Suchen verwendest hattest, kann man in der Anfrage ja auch erwähnen.

Die Etym. des Namens in der Schweiz ist die Selbe.

Der Name HUPFER steht in keinem Zusammenhang zum  Berufsnamen eines Schmiedes. Da kannst Du suchen wo Du willst und fragen wen Du willst.

Der Rest zu der Etym. des Namens steht in erwähnten Beitrag (Flurname, Rufnamen, usw..)

Und auch im alten BY- WB steht:

 http://sho.rtlink.de/Huper

Es soll sich um eine patronymische Bildung (starker Genetiv) zu Huppert (Hubert) handeln. Ist das plausibel?

Die Namen bzw. Formen Huppert, und oder Hupprecht sind ja Schreibweisen von HU(G)BERT.

Zu dem Eintrag in Meyer Lexikon kann und will ich nichts sagen. Wobei dieser Eintrag nicht auf die pers. Recherchen des  M- Lexikon beruht. Die bt. jedoch nicht, dass dies nicht zutrifft.

Fest steht dass der Name in Schreibweise Hupper ca. a. 1360 in D belegt. Ist. Die Schreibweise Hupfer so ca. a. 1410 in D.

Wobei die Bt. des WORTES hupf- bis heute nicht 100% geklärt ist.

Es ist z.B. nicht sonderlich wahrscheinlich, dass eine Familie, die fast vierhundert Jahre Schmiede hervorgebracht hat, vorher Jahrmarktgaukler hervorgebracht hat.

So ist es jedoch. Und wie kommst Du überhaubt auf so eine Vermutung? Etwa weil Dir der Rufname lieber wäre als die Gaukler oder der Flurname? Du zweifelst alles an; Dein gutes Recht. Selber jedoch hast Du keinerlei Lösung  od. Hinweise die beim Namen Hupfer auf einen Schmied weisen sollten.  Einfach mal an den Gauklern, dem Flurnamen und allen anderen Aussagen zweifeln…………

Nun gut, warten wir mal ab, was für Antworten Du noch bekommen wirst.

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Hallo und danke für die Antwort.

Ich hätte die Frage nach der Plausibilität der Herleitung von Hubert/Hugbert nicht gestellt, wenn ich die Antwort wüsste.

Der erste Nachweis des Namens „Hupfer“ in Regensburg und das heutige Verbreitungsgebiet des Namens deuten darauf hin, dass er in der südlichen Hälfte Deutschlands entstanden ist. Der patronymische Genetiv endete dort auf „-er“. Bleibt der eingliedrige Wortstamm „Hupf“. Die Herleitung von „Hupf“ aus einem zweigliedrigen Ausgangsnamen („hug“ und „bert“) erscheint mir sprachlich nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Ich bin kein Sprachwissenschaftler. Ich weiß aber, dass es solche Verkürzungen gibt. Z.B . wird aus dem zweigliedrigen "Konrad" der eingliedrige "Kunz". Ich hatte gehofft, dass mir jemand zur sprachlichen Nachvollziehbarkeit der Herleitung von "Hupf" aus Hubert/Hugbert etwas sagen kann,

Ich habe keine Präferenz für eine bestimmte Herleitung. Ich prüfe aber Herleitungen auf ihre sprachliche Nachvollziehbarkeit und auf ihre Plausibilität. Das halte ich nicht für unwissenschaftlich. Ich suche. Wenn ich eine Lösung hätte, dann hätte ich meine Frage nicht in das Forum eingebracht.

Ich bin nicht davon ausgegangen, dass der Name „Hupfer“ etwas mit dem Beruf Schmied zu tun hat. Bei meiner Plausbilitätsprüfung fiel vielmehr ins Gewicht, dass für Jahrmarktgaukler ein anderer Körperbau typisch ist als für Schmiede. Der Körperbau kann sich ändern. Eine drastische Änderung ist aber eher unwahrscheinlich.

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isigusa schrieb:

Hallo und danke für die Antwort.

 

Hallo,

zu der Namensendung bzw. dem Suffix –er: Diese Endung  (-er) treffen wir ja in sehr vielen Fam. Nam. an.  Sei dies nun in Herkunftsnamen (München= Münchener, Müncher) Berufsname (Fleischer, Müller, Bäcker) oder bei Übername (Beller, zu mhd. bellen= zanken)  oder zu einer Landschaft bzw. Flur-, Wohnstätte (Berg-Berger).

Das Suffix –er stammt aus lat. ãrius bzw. mhd. aera.

Der von Dir erwähnte patronymische Genetiv, ist ein Name, der angibt, wie der Vater des Namensträgers mit Vornamen geheissen hatte. Und das Suffix bzw. die Namensendung –er ist fast nie bei einem solchen Namen anzutreffen. Aus diesen Gründen bin ich pers. der Meinung, dass es sich bei Hupfer nicht um die Form eines Rufnamens handelt. Beim Fam. Namen Huppert verhält sich dies wiederum  ganz anders.

Es soll sich um eine patronymische Bildung (starker Genetiv) zu Huppert (Hubert) handeln. Ist das plausibel?

M.M.n. ganz klar nein.

Ich hatte ja auf die Funktion Suchen verwiesen. Hätte jedoch wohl klarer zum Ausdruck bringen sollen, dass es sich bei Hupfer wohl um einen Flurnamen handelt und dass der Name Hupfer in keinem Zusammenhang steht mit Hugbert.

Nochmal: alles in Einem bin ich pers. der Meinung, dass es sich bei Hupfer um einen Flur-, Wohnstättenn. handelt zu/von mhd. hòp, hope, hupe= Haufe, auch Stück des Waldes, dass z.B. die Siedler zu Urbarmachung übernahmen. Oder eben Hupfer= Gaukler.

Auch die Deutung über hupe = Grundstück/Siedler macht aus meiner Sicht wenig Sinn, weil Gemeindeschmiede kaum Grundstücke besaßen.

Dazu noch folgendes: Ein Flurname bezeichnet die Lage des Grundstückes an dem jemand wohnte.  Besitz oder nicht spielt(e) dabei keine Rolle.

Es ist z.B. nicht sonderlich wahrscheinlich, dass eine Familie, die fast vierhundert Jahre Schmiede hervorgebracht hat, vorher Jahrmarktgaukler hervorgebracht hat.

Dazu nochmal folgendes: die Gaukler wurden nun mal in alten Zeiten, auf den Jahrmärkten usw., von den Menschen, Hupfer genannt Bezug nehmend auf "hüpfen".

Wobei das Wort hupe noch weitere Bt. hat: hupe= mundartlichen Bezeichnungen für Pfeife, Flöte. Rhein. /Pfälz. hub, huben= aus entrindeten Zweigen geschnittene Pfeife. Rhein. –Hess. Huppe= Flöte aus Weidenrinde. Bair. Huppe= Hirtenpfeife aus Rinde. Schwäb. Hupe= kleine Maipfeife.  

Der ON HUPFERDING (heutiger Ortsteil von Vilsheim in N.-BY./ Lankr. Landshut).

Weiter "solcher" ON in BY und in A sind Hupfau (Hupfauer Höhen in Ebersberg in O.-BY und Hupfau/Buchkirchen/A).

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Das Wort „Hupe“ (süddeutsch Hube) bezeichnete ein landwirtschaftliches Gut, welches mit einem Pflug bestellt werden konnte und demnach der Arbeitskraft einer Familie entsprach. Der Begriff spielte insbesondere in der deutschen Ostsiedlung und der Binnenkolonisierung eine Rolle. Die Herleitung des Namens „Hupfer“ von „hupe“ kann aus meiner Sicht die Schwerpunkte des Namens „Hupfer“ in Baden-Württemberg (Ortenaukreis, Waldshut) und dem Nürnberger Land nicht plausibel erklären.

Gaukler gehörten zum fahrenden Volk. Im Mittelalter schlossen staatliche und kommunale Betretungs-, Duldungs- und Aufnahmeverbote das fahrende Volk aus der organisierten Untertanenschaft aus. Eine Vielzahl solcher Vorschriften ist erhalten. Die Aufzählungen von Fallgruppen in den Abwehrvorschriften vermitteln ein Bild von der Vielfalt der Betätigungen des fahrenden Volkes. Ich habe bislang in solchen Vorschriften die Bezeichnung „Hupfer“ nicht gefunden. Das Grimm'sche Wörterbuch enthält eine Aufzählung der Tätigkeiten, die als Gaukler bezeichnet wurden. Dort werden Kunstspringer, aber nicht „Hupfer“ erwähnt. Aus meiner Sicht erscheint auch die Herleitung des Namens „Hupfer“ von Jahrmarktgauklern nicht plausibel.

Wenn „Hupfer“ kein patronymischer Genetiv zu Hubert ist, dann muss ich halt weiter suchen. Trotzdem: Danke für die Hinweise.

Aus meiner Sicht könnten die Schwerpunkte des Namens „Hupfer“ im Nürnberger Land und in Baden-Württemberg auf einen Zusammenhang mit dem Hopfenanbau hindeuten.

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isigusa schrieb:

Das Wort „Hupe“ (süddeutsch Hube) bezeichnete ein landwirtschaftliches Gut, welches mit einem Pflug bestellt werden konnte und demnach der Arbeitskraft einer Familie entsprach. Der Begriff spielte insbesondere in der deutschen Ostsiedlung und der Binnenkolonisierung eine Rolle. Die Herleitung des Namens „Hupfer“ von „hupe“ kann aus meiner Sicht die Schwerpunkte des Namens „Hupfer“ in Baden-Württemberg (Ortenaukreis, Waldshut) und dem Nürnberger Land nicht plausibel erklären. Gaukler gehörten zum fahrenden Volk. Im Mittelalter schlossen staatliche und kommunale Betretungs-, Duldungs- und Aufnahmeverbote das fahrende Volk aus der organisierten Untertanenschaft aus. Eine Vielzahl solcher Vorschriften ist erhalten. Die Aufzählungen von Fallgruppen in den Abwehrvorschriften vermitteln ein Bild von der Vielfalt der Betätigungen des fahrenden Volkes. Ich habe bislang in solchen Vorschriften die Bezeichnung „Hupfer“ nicht gefunden. Das Grimm'sche Wörterbuch enthält eine Aufzählung der Tätigkeiten, die als Gaukler bezeichnet wurden. Dort werden Kunstspringer, aber nicht „Hupfer“ erwähnt. Aus meiner Sicht erscheint auch die Herleitung des Namens „Hupfer“ von Jahrmarktgauklern nicht plausibel. Wenn „Hupfer“ kein patronymischer Genetiv zu Hubert ist, dann muss ich halt weiter suchen. Trotzdem: Danke für die Hinweise. Aus meiner Sicht könnten die Schwerpunkte des Namens „Hupfer“ im Nürnberger Land und in Baden-Württemberg auf einen Zusammenhang mit dem Hopfenanbau hindeuten.

 

Hallo,

Wenn „Hupfer“ kein patronymischer Genetiv zu Hubert ist, dann muss ich halt weiter suchen. Trotzdem: Danke für die Hinweise.

Die Etym. zum Rufnamen Hu(g)bert ist "nicht vom Tisch". Ich hatte bloss geschrieben m.M.n. nicht.

Aus meiner Sicht könnten die Schwerpunkte des Namens „Hupfer“ im Nürnberger Land und in Baden-Württemberg auf einen Zusammenhang mit dem Hopfenanbau hindeuten.

Dazu folgendes:

Echter Hopfen (Humulus lupulus L.): Synonyme: Bierhopfen, Zaunhopfen, Hopf, Hoppen, Hupfer, Hopfenblüten, Hopfenzapfen………

http://arzneipflanzen.fnr.de/arzneipflanzen/echter-hopfen/

Oder: weitere Namen : Bierhopfen, Hopf, Hopfenblüten, Hopfenzapfen, Hoppen, Hupfer…..

http://www.alraune.org/pflanzenliste/hopfenkraut

http://www.zillypharma.de/wZilly/Pflanzenportraets/Pflanzenbrevier-Hopfen.shtml

Was mit Deinem Gedanke ja übereinstimmt.

 

Und noch dies: Aus der Reudnitzer Chronik von Erhard Rohleder:

So zog wolkenverhangen der Silvestertag des Jahres 1633 herauf………….Im August haben  sie in Reudnitz den Bauer Hans Hupfer erschlagen und sein Gut verwüstet,“ brummte der alte Müller mit müder Stimme vor sich hin. (Seite 44).

 

Und nb. erwähnt: die bt. von hube/hufe (Fam. Nam. Huber)wurde in diesem Forum ja bereits mehrfach behandelt.

http://www.onomastik.com/haumer-haumering.php

http://www.onomastik.com/hubich-oder-hubig.php

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Danke für den Hinweis. Ich muss wohl noch eine Weile darüber nachdenken.

Die Herleitung von "Hopfen" erscheint prima facie sprachlich nachvollziehbar. Sowohl das mlat. hupa als auch das ahd. hiufo als Bezeichnung für Hopfen kommen wohl als Ausgangspunkt in Frage.

Die Herleitung von "Hopfen" ist auch nicht völlig unplausibel, weil auch andere landwirtschaftliche Produkte, z.B. Dinkel und Gerste sich in Familiennamen zu finden scheinen.

Bei einer Herleitung des Namens "Hupfer" von hupe/hube/hufe = Grundstück erscheint mir nicht ohne Weiteres plausibel, dass der Ortenaukreis Verbreitungsschwerpunkt sowohl des Namens Huber als auch des Namens Hupfer ist. Das spricht prima facie dafür, dass die Familiennamen einen unterschiedlichen Ursprung haben.

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Ein Zusammenhang zwischen dem Familiennamen Hupfer und dem Hopfen erscheint mir inzwischen nachvollziehbar und plausibel. Ursprung ist wohl die Bezeichnung Hopfer = jemand, der etwas mit Hopfen zu tun hat. Die Sprachforschung zum Ober-Ostfränkischen lässt es nachvollziehbar erscheinen, dass die Bezeichnung im Rahmen des ersten Landesausbaus um die Jahrtausendwende durch Einwanderung von Siedlern aus dem nördlichen Oberrheingebiet in das Gebiet um die Rednitz gelangt ist. Von dort ist der Name wohl im Zusammenhang mit dem zweiten Markgrafenkrieg in das ehemals slawische besiedelte Gebiet der Flednitz gelangt. Der Name hat wohl eine Lautverschiebung vom mhd. ô zu [u:] erfahren.