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Danileinchen
interessiert

Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 21
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Verfasst am: Sa Feb 24, 2007 5:37 pmDeutsche Vornmanen - euere Meinung |
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Hallo!!
In meiner Familie haben eigentlich alle biblische Vornamen (deutsche Form), "exotische" oder "ausländische" Vornamen wie "Luca" oder "Alessandro" kommen nicht vor.
Da ich eher patriotisch eingestellt bin und meinem Sohn deutsche Vornamen geben möchte, muss ich mich allerdings immer wieder anfeinden lassen .
Dabei finde ich, dass es auch brauchbare deutsche Vornamen gibt - man muss sein Kind ja nicht Reiner oder Wolfgang nennen.
Aber Robert, Arnold, Ernst, Falko, Leonhard, Frank, Sven, Thorsten und Richard finde ich eigentlich ... vertretbar.
Ich wüsste gerne von euch, wie ihr zu den genannten Vornamen steht und was allgemein zu dem Thema (Vornamen deutschen Ursprungs? Exotische Vornamen oder eingedeutschte?) sagt?
mfG
Nachtrag: Für den Fehler im Titel: entschuldigung
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Thomas Deutscher
neugierig

Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 1
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Verfasst am: Sa Feb 24, 2007 8:14 pm |
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Also erstens gibt es sehr viele wohlklingende und trotzdem ungewöhnliche DEUTSCHE Namen d.h. Germanischer Abstammung z.b. Ansgard oder ähnliches! Kann dich nur zu deinem Entschluß beglückwünschen,weil wenn mann sich schon im eigenen Land für seine Abstammung schämen muß ist es wirklich weit gekommen.Ich kann nicht verstehen wie Menschen so wenig Rückrat besitzen können!!
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stoeteknuel
Experte!

Anmeldungsdatum: 12.09.2006 Beiträge: 1009
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Verfasst am: Sa Feb 24, 2007 9:12 pmRe: Deutsche Vornmanen - euere Meinung |
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| Danileinchen hat folgendes geschrieben:: | | Aber Robert, Arnold, Ernst, Falko, Leonhard, Frank, Sven, Thorsten und Richard finde ich eigentlich ... vertretbar. |
Tja, was sind eigentlich "deutsche" Vornamen? Viele der von dir genannten Namen sind eigentlich eher "europäische" Vornamen.
Robert: frz., engl. Robert; span., ital. Roberto
Arnold: engl. Arnold, frz. Arnaud, span., ital. Arnoldo
Ernst: engl., frz. Ernest; span., ital. Ernesto
Richard: engl., frz. Richard, ital. Ricardo
usw. usw. ...
Sven ist eigentlich nicht "deutsch", sondern skandinavisch.
Da bleiben nicht allzu viele "deutsche" Namen übrig ...
Ich finde es wichtiger, dass der Vorname zum Nachnamen passt. Ein exotischer Vorname klingt zusammen mit einem urdeutschen Nachnamen oft wie "Knüppel auf'n Kopf".
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Danileinchen
interessiert

Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 21
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Verfasst am: Sa Feb 24, 2007 10:02 pm |
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Nun, so viel ich weiß ist nach Bücher, Internet etc Richard (althochdeutsch, bedeutet "mächtig", "kühn") schon ein deutscher Name, wie das bei Sven ausschaut, weiß ich gar nicht.
Und Robert ist eine weitere Form des Namen Rupert und da habe ich noch nie gelesen, dass das nicht deutsch sei (und ich schau mich da wirklich viel um)
Nachtrag: Ich hab nochmal nachgesehen: Also Sven ist wirklich nicht deutsch (nordisch steht hier). Aber Arnold und Ernst soll deutsch sein
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Tarzius
Experte!

Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 2150 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: So Feb 25, 2007 12:48 pmRe: Deutsche Vornmanen - euere Meinung |
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| Danileinchen hat folgendes geschrieben:: | Hallo!!
In meiner Familie haben eigentlich alle biblische Vornamen (deutsche Form), "exotische" oder "ausländische" Vornamen wie "Luca" oder "Alessandro" kommen nicht vor.
Da ich eher patriotisch eingestellt bin und meinem Sohn deutsche Vornamen geben möchte, muss ich mich allerdings immer wieder anfeinden lassen .
Dabei finde ich, dass es auch brauchbare deutsche Vornamen gibt - man muss sein Kind ja nicht Reiner oder Wolfgang nennen.
Aber Robert, Arnold, Ernst, Falko, Leonhard, Frank, Sven, Thorsten und Richard finde ich eigentlich ... vertretbar.
Ich wüsste gerne von euch, wie ihr zu den genannten Vornamen steht und was allgemein zu dem Thema (Vornamen deutschen Ursprungs? Exotische Vornamen oder eingedeutschte?) sagt?
mfG
Nachtrag: Für den Fehler im Titel: entschuldigung  |
Grüsse Dich,
Zitat: Für die Zukunft hält Udolph denn auch eine Rückbesinnung auf germanische Namen für möglich: "Genealogie ist nach Sex das zweithäufigste Suchwort im Internet.
Mit steigendem Interesse an der Herkunft wächst auch das Bewusstsein für die eigene Geschichte. Wer etwa um die Bedeutung seines Familiennamens weiß, wird sich eher fragen, ob man diesen mit asiatischen, arabischen und afrikanischen Vornamen mischen sollte." Zitat Ende. Diese Meinung/Ansicht teile ich mit Hr. Udolph.
...die Zahl germanischer Namen geht in die Hunderte, und da sie meist aus zwei Wortwurzeln bestehen, sind den Kombinationsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt."
Das ganze Gespräch:
http://www.welt.de/vermischtes/article731099/Mandy_Sindy_und_Ricco_haben_schlechte_Karten_.html
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Danileinchen
interessiert

Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 21
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Verfasst am: So Feb 25, 2007 8:08 pm |
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Ich hab Listen mit germanischen, alt- und mittelhochdeutschen Vornamen und es gibt eigentlich wirklich brauchbare und wie Udolph schon sagt: tausende Varianten!
* Dietger
* Diethard
* Diethelm
* Dietrich, Dietwart
* Thor (Germanengott Thor/Donar)
* Thoralf
* Thorbjörn
* Thorbrand
* Thorkell
* Thorleif
* Thorolf
* Thorsten, Torsten
* Thorwald
Übrigens bin ich für weitere Namensvorschläge dankbar!
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tommy
hoch qualifiziert

Anmeldungsdatum: 06.12.2004 Beiträge: 843 Wohnort: Kuala Lumpur
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Verfasst am: Mo Feb 26, 2007 5:50 am |
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In einer Welt die immer kleiner wird, ist es letztlich egal wo ein Name seine Urpsrung hat. Deutsch, Englisch, Chinesisch... letztlich völlig egal. Alltagstauglich muss er sein, d.h. die Mitmenschen müssen ihn aussprechen können ohne sich dabei die Zunge zu verbiegen.
"Patriotische Gründe" dabei anzuführen halte ich für eher abwegig und unzeitgemäß.
Etliche der in die Diskussion geworfenen Namen sind etymologisch gesehen germanisch/deutsch. Robert z.B. finde ich gut, weil der Name überall geht. Aus Leonhard kannst du auch einen Leo zaubern, wenn du willst, oder einen Leon. Was im Ausweis steht und wie du dein Kind rufst muss letztlich nicht 100% identlisch sein.
Sven und Thorsten hingegen sind genauso deutsch, wie Christian, d.h. garnicht.
Aber wer will dir daraus einen Strick drehen?
Wie gesagt, die Etymologie eines Namens mag interessant sein, aber daran in unserer Zeit noch etwas festmache zu wollen, finde ich anachronistisch.
LG
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Tarzius
Experte!

Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 2150 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Mo Feb 26, 2007 3:41 pm |
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| Danileinchen hat folgendes geschrieben:: | Ich hab Listen mit germanischen, alt- und mittelhochdeutschen Vornamen und es gibt eigentlich wirklich brauchbare und wie Udolph schon sagt: tausende Varianten!
* Dietger
* Diethard
* Diethelm
* Dietrich, Dietwart
* Thor (Germanengott Thor/Donar)
* Thoralf
* Thorbjörn
* Thorbrand
* Thorkell
* Thorleif
* Thorolf
* Thorsten, Torsten
* Thorwald
Übrigens bin ich für weitere Namensvorschläge dankbar! |
Grüsse Dich,
Welchen Namen sich die Eltern für Ihr Kind aussuchen ist letztendlich Ihnen überlassen. Es gibt sehr viele und bedeutungsvolle Namen aus allen Kulturen dieser Welt. Dazu noch ein Beispiel:
Wolf-(gang) und griech. Lykó-(phrõn) von lýkos= Wolf, ist mit dem dt. "Wolf" urverwandt.
Des Weiteren: Die Germanen pflegten damals sehr enge Verbindungen zu den Mittelmeerländern und -Völkern. Sie schätzten deren Kulturstandard und so finden sich merkwürdige Parallelen zum Beispiel zum Griechischen. Eine Reihe von zusammengesetzten germanischen Namen tritt auch griechisch auf: Volkmar oder Dietmar = volksberühmt, griechisch = Damokles; Sigmar = siegberühmt, griechisch = Nikokles; Konrad = kühn im Rat, griechisch = Thrasybulos.
Die Germanen kannten bereits Kosenamen in Umwandlungen oder Kurzformen. So entstand aus Hugibert ein Hugo; Audomar wurde über Otmar zu Ott; aus Kuonrat ergab sich Kuhn oder Kuno und Kurt; Chlodowig entwickelte sich zu Ludwig und Lutz; Godofried zu Gottfried und schließlich Götz.
Von den alten Griechen wissen wir, dass die Eltern dem Neugeborenen wie die Germanen nur einen Namen gaben, und zwar bei einem Familienfest, das sie zehn Tage nach der Geburt begingen. Älteste Angaben besagen, dass die Eltern sich darauf beschränkten, zunächst dem männlichen Erstgeborenen den Namen des Großvaters väterlicherseits zu geben. Zur Unterscheidung von gleichnamigen Personen wurde der Name des Vaters beigefügt, meist als Patronymikon (-ides), so zum Beispiel Atreides = Sohn des Atreus (Beiname Agamemnons, des Führers der achäischen Griechen im Trojanischen Krieg).
(Quelle: Deutsches Fachbuch für Namen)
Siehe/lese dazu auch:
Zitat: Viele der deutschen patronymischen Familiennamen gehen auf germanische Rufnamen zurück. Hier finden Sie eine Liste beliebter Glieder in germanischen Rufnamen. Zitat Ende.
http://www.onomastik.com/vn_rufnamen_glieder.php
Zuletzt bearbeitet von Tarzius am Sa Apr 14, 2007 8:49 am, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Danileinchen
interessiert

Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 21
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Verfasst am: Fr März 02, 2007 2:32 pm |
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| tommy hat folgendes geschrieben:: | | "Patriotische Gründe" dabei anzuführen halte ich für eher abwegig und unzeitgemäß. |
Nun, das finde ich keineswegs. Es gibt eben doch noch Menschen, denen ihre Herkunft wichtiger ist, als "modern" zu erscheinen.
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Danke für die Liste!
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stoeteknuel
Experte!

Anmeldungsdatum: 12.09.2006 Beiträge: 1009
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Verfasst am: Fr März 02, 2007 4:52 pm |
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| Danileinchen hat folgendes geschrieben:: | | Nun, das finde ich keineswegs. Es gibt eben doch noch Menschen, denen ihre Herkunft wichtiger ist, als "modern" zu erscheinen. |
Ich hoffe nur, dass wir mit dieser Einstellung nicht eines Tages wieder beim so genannten "Ariernachweis" landen ...
Reine "Germanen" wirst du jedenfalls im heutigen Deutschland nicht mehr finden. Kelten, Römer, Slawen, Romanen: alle haben bei uns im Laufe der Jahrtausende ihre genetischen Spuren hinterlassen. Allein die Ortsnamen slawischen Ursprungs haben einen riesigen Anteil in Deutschland, siehe
http://www.onomastik.com/on_slawische_ortsnamen.php Ihre Bewohner wurden ins "deutsche" Volk integriert.
P.S. Falls ich dich in deiner Absicht missverstanden haben sollte, tut es mir Leid.
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Danileinchen
interessiert

Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 21
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Verfasst am: So März 04, 2007 12:24 pm |
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Ja, aber das hast du wohl.
Weil ich eigentlich von der Arierpropaganda nie gesprochen habe Und ich wollte auch nie so rüber kommen, als würde ich nur Deutsch denken etc ... Mir ist auch die Geschichte der Deutschen und Germanen durchaus bewusst.
Ich wollte lediglich einen deutschen Namen, weil ich finde, dass es auch schöne, deutsche Vornamen gibt.
Über Vornamen wie Rico, Kevin, Chantal oder Jacqueline kann ich eben nur lachen - vor allem wenn man dann hört, wie die ihre Kinder rufen - die meisten können die ausländischen Namen gar nicht aussprechen (Schangtall und Schaggeline) und zum Nachnamen finde ich sie auch nicht passend.
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SteLi
interessiert

Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: Di März 06, 2007 9:03 pm |
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ich finde es auch schade wenn jemand der gerne einen deutschen namen oder namen deutschen ursprunges hätte...meist sofort in die gewisse ecke abgeschoben wird. bei der WM war der patriotismuß geil...was selbst das ausland super fand und nun wird es wieder in die gewisse ecke abgeschoben.
und wenn der vorname passt zum nachnamen warum auch nicht?
ich finde meinem vornamen stefan sehr schön auch wenn er aus dem griechischen kommt... haben meine eltern sehr schön gewält finde ich...
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