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rosi
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Anmeldungsdatum: 15.01.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: Mi Jan 17, 2007 9:17 am-apa-Namen |
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Odenthal,ehemals Udindara ähnelt Atindara, Attendorn.
Ist dies ein slawisches jadacawa, jagendes Wasser?
Varrentrap kommt bei Siegen als Ferndorf, ein Bachname, wieder. Ist dies wariacawa, sprudelndes Wasser?
Finnentrop ähnelt auffällig einem slawischen pienacawa, schäumendes Wasser.
Ist dieses -ara, -ap, -op abgeleitet von -apa, Wasser?
Hat hier das Slawische -awa diese alten Formen bewahrt?
Zuletzt bearbeitet von rosi am Fr Jan 19, 2007 8:23 am, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Szillis-Kappelhoff
Experte!

Anmeldungsdatum: 29.01.2006 Beiträge: 1657
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Verfasst am: Mi Jan 17, 2007 11:59 am |
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Hallo Rosi,
es erschließt sich mir nicht ganz, was du mit apa-Namen meinst.
Aus meinem "Beritt" habe ich prußisch "apis/ ape", litauisch "upe", lettisch "upe/ upes" für Fluss. Litauisch "upelis" ist Bach.
Fluss ist Bestandteil vieler Ortsnamen in Ostpreußen: Anger-app (angurys-ape = Aalfluss), Wanag-up-chen (Habicht-Flüsschen), Winger-uppen (gewundener Fluss) usw.
Beate
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rosi
interessiert

Anmeldungsdatum: 15.01.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: Mi Apr 09, 2008 7:26 am |
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Die -apa-Namen kommen vor im Bereich vom Sauerland bis in die Wallonie. Man hat sie als alteuropäisch eingestuft. Dem fälischen Balve entsprechen das baltische Balupe und das mecklenburgische Bahlow. Heinrich Dittmaier kam zur Überzeugung, die -apa-Leute kamen in der Völkerwanderung mit den Ostgermanen und sind mit den Franken nach Gallien gezogen. Diese Sicht wird von anderen Forschern abgelehnt.
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Kaiser
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 32
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Verfasst am: Sa Apr 12, 2008 8:54 amOrtsname Finnentrop |
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Zum Ortsnamen Finnentrop:
Der Ortsname Finnentrop ist ein Kompositum, dessen Grundwort eindeutig auf -dorf zurück geht:
Zur Entwicklung des hochdeutschen Wortes "-dorf": altsächsisch -thorpa, -tharpa (th wird wie das englische "th", nur stimmlos, d.h. ohne Schwingen der Stimmbänder, ausgesprochen). "th" wird später zu d (vgl. engl. that - niederdeutsch dat; engl. "the" - niederdt. "de").
p wird durch die zweite, hochdeutsche Lautverschiebung je nach Stellung im Wort zu f oder pf (vgl. niederdeutsch Appel - Apfel; laupen - laufen).
Die Stellung des r in -trop ist durch die sog. r-Metathese zu erklären (vgl. Brunnen in Schönbrunn und Paderborn oder auch die etymologische Verwandschaft der Wörter Dorf und Trupp(en)) .
Der morphologischen Struktur nach könnte das Bestimmungswort "Finnen" auf einen alten Personennamen *Finno, *Finne (* bedeutet, dass die Form nur durch Regeln des Lautwandels erschlossen, nicht aber schriftlich belegt ist) zurückgehen. Diese Annahme ließe sich auch durch den Vergleich von Bildungsweisen anderer -dorp, -dorf, -trop-Namen stützen.
Die Bedeutung des Ortsnamen Finnentrop wäre somit:
die Siedlung (der Leute) eines Finno/Finne.
Mit apa-Namen, die sich heute durch den Lautwandel als mit dem Suffix -epe oder -pe (vgl. Elspe, Kierspe, Epe) zu erkennen geben, hat Finnentrop also nicht zu tun.
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rosi
interessiert

Anmeldungsdatum: 15.01.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: Di Apr 15, 2008 8:05 am |
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Es lässt sich nicht unterscheiden, ob die Namen auf -trop auf einem -dorf oder einem -trapa beruhen.
Orts- und Flussnamen sind: Ferndorf bei Siegen, Latrop im Rothhaargebirge. Untrop ist ein Flussname. Grafschaft im Hochsauerland ist Orts- und Flussname. Die Wetschaft, nach Bahlow Wetisapa, ist ein Fluss bei Marburg.
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Kaiser
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 32
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Verfasst am: Di Apr 15, 2008 8:51 amBahlow'scher Moorkahn |
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Aus der Sicht der wissenschaftlichen Namenforschung ist die Benutzung von Hans Bahlows "Deutschlands geographische Namenwelt" ein Unding, weil Bahlow - um seine fixe Idee, sämtliche Orts- und Gewässernamen einer indogermanischen Namenschicht zuzuweisen, zu untermauern - die wichtigste Regel der wissenschaftlichen Namenforschung fast durchgehend missachtet: Die Aufspürung der ältesten Belege eines Namens!!! Um das hinter einem Namen stehende Appellative, also das entsprechende Wort aus der zum Entstehungszeitpunkt gebräuchlichen Sprache, zu ergründen, ist es notwendig, die ältesten Namenformen zu suchen. Und auch dann kann manchmal keine sichere Deutung erfolgen. Wer aber von der heutigen Erscheinungsform eines Namens ausgeht, die sich durch Kontraktion, Assimilation u.ä. Vorgänge bzw. durch Namenmoden stark verändern kann, handelt grob fahrlässig und unwissenschaftlich!!! Bei den erwähnten Orts- und Flussnamen müssen also zunächst die ältesten Belege gesucht werden - erst dann kann man zu korrekten Aussagen gelangen!!!
Bahlow hingegen geht - in den meisten Fällen -von den heute gebräuchlichen Ortsnamen aus und missachtet auch regelmäßig sämtliche Lautwandelgesetze. Für Laien, die natürlich oft auf ein besonders hohes Alter des gesuchten Ortsnamen aus sin, ein gefundenen Fressen! Es wird endlich mal Zeit, dass der Bahlow'sche Moorkahn die Gewässer einer fundierten Namenkunde verlässt!!!
Namen dienen der Unterscheidung. Weshalb sollten also sämtliche Orts- und Gewässernamen Deutschlands sich auf Wasser, Schmutz, Kot, Sumpf etc. zurückführen lassen???
P.S.: Sind Bahlows geographische Namendeutungen als purer Unsinn abzutun, so sind seine Untersuchungen und Werke zu Personennamen auch heute noch sehr gut zu benutzen!
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Tarzius
Experte!

Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 1950 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Di Apr 15, 2008 2:56 pmRe: Bahlow'scher Moorkahn |
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| Kaiser hat folgendes geschrieben:: | Aus der Sicht der wissenschaftlichen Namenforschung ist die Benutzung von Hans Bahlows "Deutschlands geographische Namenwelt" ein Unding, weil Bahlow - um seine fixe Idee, sämtliche Orts- und Gewässernamen einer indogermanischen Namenschicht zuzuweisen, zu untermauern - die wichtigste Regel der wissenschaftlichen Namenforschung fast durchgehend missachtet: Die Aufspürung der ältesten Belege eines Namens!!! Um das hinter einem Namen stehende Appellative, also das entsprechende Wort aus der zum Entstehungszeitpunkt gebräuchlichen Sprache, zu ergründen, ist es notwendig, die ältesten Namenformen zu suchen. Und auch dann kann manchmal keine sichere Deutung erfolgen. Wer aber von der heutigen Erscheinungsform eines Namens ausgeht, die sich durch Kontraktion, Assimilation u.ä. Vorgänge bzw. durch Namenmoden stark verändern kann, handelt grob fahrlässig und unwissenschaftlich!!! Bei den erwähnten Orts- und Flussnamen müssen also zunächst die ältesten Belege gesucht werden - erst dann kann man zu korrekten Aussagen gelangen!!!
Bahlow hingegen geht - in den meisten Fällen -von den heute gebräuchlichen Ortsnamen aus und missachtet auch regelmäßig sämtliche Lautwandelgesetze. Für Laien, die natürlich oft auf ein besonders hohes Alter des gesuchten Ortsnamen aus sin, ein gefundenen Fressen! Es wird endlich mal Zeit, dass der Bahlow'sche Moorkahn die Gewässer einer fundierten Namenkunde verlässt!!!
Namen dienen der Unterscheidung. Weshalb sollten also sämtliche Orts- und Gewässernamen Deutschlands sich auf Wasser, Schmutz, Sumpf etc. zurückführen lassen???
P.S.: Sind Bahlows geographische Namendeutungen als purer Unsinn abzutun, so sind seine Untersuchungen und Werke zu Personennamen auch heute noch sehr gut zu benutzen! |
Hallo Kaiser,
Diese/Deine Meinung in Ehren.
Hr. Bahlow ist, wie Dir bekannt sein dürfte, verstorben und somit nicht mehr in der Lage sich gegen Kritik zu seiner Person bzw. seinen Arbeiten zu rechtfertigen.
Dies gilt es zu berücksichtigen.
Vielleicht eine "Erklärung" zu Bahlows Aussagen:
Für das frühe Mittelalter überwog in den allermeisten Landschaften Europas die terra inculta: Große Wälder und Sumpfgebiete erschwerten selbst in alten......................Geschichte, Mittelalter: 1. Frühes Mittelalter: Völkerwanderung 375.......heutige Deutschland, weil es damals riesige Urwälder und undurchdringliche Sümpfe gab..........bis frühes. Mittelalter. Naturland-. schaften. ohne bzw. mit geringer. Nutzung. große Urwälder sowie. Moore und Sümpfe. dominierend.............Im frühen Mittelalter war Deutschland ein fast reines Agrarland. ..... Es wurden Wälder gerodet, und die Sümpfe an der Nordseeküste wurden durch den Bau von...............
Buchlink (Edit: Link von Admin gekuerze)
http://www.die-forschenden-pharma-unternehmen.de/print/wissenswertes/falschgedacht/falsch_malaria/[/url]
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Kaiser
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 19.02.2007 Beiträge: 32
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Verfasst am: Mi Apr 16, 2008 7:04 pmBahlows Moorkahn |
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Vielleicht waren meine Ausführungen etwas direkt formuliert, aber: auch wenn Hans Bahlow verstorben ist, so rechtfertigt die Pietät nicht die unwissenschaftlichkeit seiner Arbeiten zu den Toponymen Deutschlands bzw. Europas!!!
Was seine Rechtfertigung angeht, so hatte Bahlow zahlreiche Gelegenheiten sich gegen Rezensenten seines Werkes, wie z.B. Heinrich Wesche, zu verteidigen. Diese Rechtfertigungen kamen auch von Bahlows Seite nocht ohne herbe Polemik aus!!! (Vgl. zahlreiche Bände der Zeitschrift "Beiträge zur Namenforschung")
Fakt ist jedoch, dass Bahlows "Deutschlands geographische Namenwelt" etc. in keister Weise wissenschaftlichen Standarts genügt und seine Ergebnisse einfach falsch sind. Da seine Werke aber in renommierten Verlagen, wie dem dtv erschienen sind, verleiten sie bis heute Laien, die sich mit Namenforschung befassen, seine Ansichten zu übernehmen. Es ist also die Pflicht der wissenschaftlichen Namenforschung mit diesem Unsinn aufzuräumen und dies auch den Amateuren (hier nicht abwertend gemeint, sondern in der eigentlichen Bedeutung des Wortes) dieser Disziplin zu vermitteln. Zu viele - ansonsten bemerkenswerte und fundiert gearbeitete - heimatgeschichtliche Schriften vergeuden Papier und Tinte mit Orts- und Gewässernamendeutungen, die auf Bahlow beruhen.
Ich denke, dass es legitim ist, auch in diesem Forum, das ja von zahlreichen sprachwissenschaftlichen Laien genutzt wird, auch einmal derartige Probleme aufzugreifen und zu diskutieren. Aber vielleicht sollte man dazu ein eigenes Thema eröffnen und es nicht unter den -apa-Namen abhandeln.
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