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Alarich
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: So Jan 25, 2009 8:10 pmDer Nagelberg bei Treuchtlingen / Dettenheim / Weißenburg |
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Liebe Onomastikfreunde, der Nagelberg bei Treuchtlingen / Dettenheim / Weißenburg in Bayern ist erst der zweite mir bekannte Ort in Deutschland nach Thale im Harz, wo es namentlich überliefert einen Hexentanzplatz gegeben haben könne. Auch deshalb interessieren mich insbesondere die Bedeutung der Namen "Nagelberg" und "Wülzburg"; soweit möglich auch auffindbare Zusammenhänge dieser oder umliegender alter Namen zu älterer vorchristlicher Kultur. http://www.fraenkischer-albverein.de/wandern/frankenweg/fw8/index.htm Nebenbei habe ich in einer vielleicht weniger zuverlässigen Quelle die traurige Nachricht gefunden, dass der Ort auf dem Nagelberg deshalb "Hexentanzplatz" genannt würde, weil dort früher als Hexen bezeichnete Menschen verbrannt worden seien: http://www.allmystery.de/themen/mt44218 In anderer Quelle http://www.berndsenf.de/pdf/DasMatriarchat.pdf heisst es lediglich: "Es gibt keine Funde, die die Verwendung des Hexentanzplatzes auf dem Nagelberg bei Treuchtlingen / Dettenheim / Weissenburg als matriarchalen Kultplatz belegen, doch wurde dort wohl auch keine Ausgrabung durchgeführt. Dennoch gäbe es zahlreiche Indizien dafür; z.B.: Der Treuchtlinger Hexentanzplatz auf dem Nagelberg sei ein großes Gipfelplateau . Der bekannteste Hexentanzplatz bei Thale im Harz liegt auch auf einem großen Gipfelplateau. ..."
Gruß,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl
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Tarzius
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Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 3229 Wohnort: Planet Erde
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Alarich
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: Mo Jan 26, 2009 11:34 pm |
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@Tarzius - herzlichen Dank für die beachtlichen Bemühungen und weiterführenden Hinweise. Überraschend fiel mir vorallem erstmal eine der möglichen ursprünglichen Bedeutungen des Ortsnamens Treuchtlingen auf, die im herausragenden Zusammenhang mit dem namentlich überlieferten Hexentanzplatz auf dem Nagelberg stehen könnte: "truht" für ‘Bündnis’ und "Trude" als eine der Bezeichnungen für Hexe, die tatsächlich im Bündnis mit Mächten und Kräften angesehen wurde. Was meint ihr dazu ? Ob es darüber hinaus gar etwa eine verlängerte Herkunftschaft zu "Druide" geben könnte, scheint mir auch lediglich vom Klang her gut möglich zu sein. Der Nagelberg bereitet mir Schwierigkeiten. Ich stelle mir vor, er könnte namentlich im kulturellen Zusammenhang mit kultischen Handlungen vor christlicher Zeit gestanden haben. Das Gipfelplateau spräche durchaus dafür. Für die methodische Überprüfbarkeit nach der Onomastik fehlen mir leider viele notwendigen Kenntnisse. Meine Herangehensweise könnte daher oberflächlich und fehlerhaft sein. Auf alle Fälle habe ich noch zu viel lesen und zu lernen. Dem Vorschlag, direkt in Treuchtlingen nachzufragen, möchte ich gelegentlich folgen.
Gruß,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl
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Tarzius
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Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 3229 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Mi Jan 28, 2009 2:41 pm"Nagel" |
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[quote="Alarich"]
Hallo,
Zu Nagel noch ein paar Gedanken:
Nagelfluh, z.B= für eine Felswand aus der die eingesprengten Kiesel wie Nagelköpfe hervorstehen.
Dazu kann man im Lexikon folgende Erklärung nachlesen: Nagelfluh: meist aus Kalkgeröllen, auch aus Geröllen kristalliner Silikatgesteinen bestehende, grobe Konglomerate.
Zu Konglomerate: siehe/lese dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein)
Nagel könnte ja auch für etwas "spitzes", "scharfkantiges" stehen, z.B. i.B. auf das Aussehen des Berges bzw. der Bergspitze.
Mit Nagel kann jedoch auch Nelke gemeint sein. Im Englischen heissen die Nelken clove, was von lat. clavus= Nagel, stammt. (ahd. nagal)
Der Name Nelke leitet sich von Nagel her, da die Knospen in der Form an Nägel erinnern. Analoge Namen kann man auch in anderen germanischen und germanisch.....................Das Wort Nagel (althochdeutsch nagal) hat Verwandte in praktisch allen................
http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Syzy_aro.html
Auch erwähnt sei, dass man Berg-und/od. Gebirgsnamen i.d. Namensforschung als Oronymen bez.
Nb. erwähnt: Berg/Burg:
Berg: seine Grundbedeutung ergibt sich aus dem Tätigkeitswort "bergen", das heisst "sich in Sicherheit bringen". In Zeiten eines feindlichen Einfalls in das Land haben sich die Menschen auf freistehende hohe Berge geflüchtet. Sinnverwandt mit dem Grundwort Berg ist Burg, denn sie bezeichnet das Gebäude oder den Platz, in dem man sich bergen, das heisst in Sicherheit bringen konnte.
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Alarich
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: Mi Jan 28, 2009 8:21 pm |
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@Tarzius - den Zeilen entnehme ich mit Freude starkes Interesse und wunderbare Begeisterung für die Onomastik. Oronyme erscheinen mir mit als das Wertvollste und zugleich das Schwierigste bei all den namentlichen Überlieferungen. Herzlichen Dank für die weiteren wertvollen Hinweise. An einem der nächsten Tage werde ich den Nagelberg vorort erkunden und erfahren, was bei ihm wahrnehmbar ist. Die Bedeutungen und Unterschiede von Berg und Burg sind mir einigermassen vertraut. Unter Burg verstehe ich insbesondere einen Berg mit einer obig natürlich Schutz bietenden Art Mulde und/oder mit einer gewissen Qualität und Anzahl obig Deckungsschutz bietender Stellen, der auch zusätzlich schützend gut befestigt bzw. bebaut werden konnte und wurde, sowie später auch nicht berggebundene, schützende, befestigte Siedlungen.
Gruß,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl
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Tarzius
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Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 3229 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Do Jan 29, 2009 1:05 pmNagel |
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| Alarich hat folgendes geschrieben:: | @Tarzius - den Zeilen entnehme ich mit Freude starkes Interesse und wunderbare Begeisterung für die Onomastik. Oronyme erscheinen mir mit als das Wertvollste und zugleich das Schwierigste bei all den namentlichen Überlieferungen. Herzlichen Dank für die weiteren wertvollen Hinweise. An einem der nächsten Tage werde ich den Nagelberg vorort erkunden und erfahren, was bei ihm wahrnehmbar ist. Die Bedeutungen und Unterschiede von Berg und Burg sind mir einigermassen vertraut. Unter Burg verstehe ich insbesondere einen Berg mit einer obig natürlich Schutz bietenden Art Mulde und/oder mit einer gewissen Qualität und Anzahl obig Deckungsschutz bietender Stellen, der auch zusätzlich schützend gut befestigt bzw. bebaut werden konnte und wurde, sowie später auch nicht berggebundene, schützende, befestigte Siedlungen.
Gruß,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl |
Hallo Alarich,
Bei Dittmaier, Heinrich (1963): Rheinische Flurnamen! steht folgendes zu "Nagel":
KOPIE: Bezeichnung nach der Form? Nach Zink S. 50, für einen Berg von besonders spitzer Form.
Verbreitung: I. Simm-Womrath: Hufnagel; im Taunus mehrfach. II. May-Wabern: im Nagel. III. Bonn-Merten: auf dem Nagel; Dür-Dhorn/Schlich: Kaltnagel. Als Bw. I. Kreuzn-Kirn: Nägelspitz.
HistorischeBelege: 1555 in Negelspitz Kirn (Bel. Penningroth).
Bei Oronymen (auch bei ON usw.) sind Urkunden unerlässl.. Ohne einen solchen "schrift." Beleg ist, meiner Meinung nach, "Alles" reine Spekulation.
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Alarich
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: Do Jan 29, 2009 8:13 pm |
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@Tarzius - das mit der Spekulation nehme ich auch so wahr. Der weitere Hinweis erscheint mir zusätzlich nützlich. Der Nagelberg, den ich demnächst besuche, soll aber hinweislich ein grosses Plateau haben, bereits auf der Skizze im folgenden Link gut erkennbar. http://www.fraenkischer-albverein.de/wandern/frankenweg/fw8/index.htm Na ich lass mich einfach mal überraschen, "wen" ich dann vor mir haben werde; Auf jeden Fall freue ich mich auf die "neue Bekanntschaft" mit ihm.
Wir zwei sind derzeit hier wohl fast die einzigen Schreiberlinge; Habe ich etwa irgendwas angestellt ?
Gruß,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl
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Tarzius
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Anmeldungsdatum: 31.12.2005 Beiträge: 3229 Wohnort: Planet Erde
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Verfasst am: Fr Jan 30, 2009 1:49 pm |
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[quote="Alarich"]@Tarzius
| Zitat: | Wir zwei sind derzeit hier wohl fast die einzigen Schreiberlinge; Habe ich etwa irgendwas angestellt ?  |
Gruß,
Alarich
Hallo Alarich,
also bis anhin ist alles "im grüne Bereich"
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angeleye
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006 Beiträge: 1759 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: Fr Jan 30, 2009 6:27 pm |
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Hallo Aalrich!
wolllt nur kurz sagen, alles in Ordnung...manchen von uns fehlt manchmal einfach die Zeit....
Schönen Abend!
Dinomaus28
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Alarich
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: Sa Jan 31, 2009 12:22 am |
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Ich danke euch.
Jetzt kann ich sicher gut schlafen.
Bis denne,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl
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Alarich
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: Do Feb 12, 2009 4:23 pm |
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Landschafts und Strassenkarte für Nagelberg bei Treuchtligen:
http://www.maplandia.com/germany/bayern/mittelfranken/weisharpenburg-gunzenhausen/treuchtlingen/
Liebe Freunde der Onomastik, wie bereits angekündigt, war ich nun bereits beim Nagelberg, am Sonntag dem 1. Februar 2009; hier nun von mir für euch:
Rund um den Nagelberg, Hexentanzplatz bei Treuchtlingen
„Kurz“-Beschreibungen, Familiennamen und folgende Photos
Viel Spaß beim Lesen und bitte Vorsicht bei einigen
„verhexten Stolper-Schachtel-Sätzen“ !
Zwischen dem Nagelberg und dem Viersteinberg bei Treuchtlingen fließt der Karlsgraben und befindet sich eine Art kleiner "Tümpel", der wiederum mit dem Karlsgraben Verbindung hat. Aus diesem Tümpel, umgeben von einer Art Schilf-Pflanzen, ragen 4 verschieden formige Steine heraus. Mich erinnerte diese Anzahl, aber auch die besonderen Formen dieser Steine, sofort an den Viersteinberg, in Verbindung mit dem Hexentanzplatz auf dem Nagelberg. Dieser Tümpel könnte entweder bereits vor dem Vorbei-Bau des Karlsgrabens existiert haben oder aber auch ein trockener Platz mit 4 hoch ragenden Steinen gewesen sein. Mir erschien diese Stelle, als wäre diese früher als Kultplatz, etwa als ein Opferplatz genutzt oder gar angelegt worden. Von dort führte mein Weg zum Nagelberg erstmal zur Kriegsgräberstätte, die irgendwann um 1945 errichtet wurde.
Die bereits entlang des Weges bis zur Kriegsgräberstätte aufgestellten großen "Kreuzsteine" haben eine sehr natürlich belassene, vor allem aber ungleichmäßige (Kreuz)-Form und lassen daher die wage Vermutung zu, dass diese etwa bereits zuvor verwendet worden sein könnten. Am Wegbeginn, aus Richtung Viersteinberg kommend, stehen 4 Steinkreuze, davon 3 in einer Gruppe, das vierte mit etwas Abstand. Dazwischen verläuft eine Verkehrsstraße. Eine Vielzahl solcher Steinkreuze sind entlang des Weges von der unteren Tal-Straße bis zur Kriegsgräberstätte hinauf, direkt unterhalb des Nagelberges, aufgestellt. In der Stätte selbst stehen 3 Steinkreuze. Alle Steinkreuze erscheinen, insbesondere in Gruppen, einzeln verschieden ausgerichtet aufgestellt worden zu sein. Das letzte oberste Steinkreuz steht knapp außerhalb der Stätte, am Weg-Eck, Richtung Hexentanzplatz. In der Kriegsgräberstätte entspringt unweit der dortigen 3 Steinkreuze eine Quelle, die sich durch die Stätte schlängelt. Das sieht beinahe mystisch aus. Ob diese Stätte (Stelle) bereits früher eine besondere Bedeutung hatte, kann eventuell vermutet werden.
Von der Kriegsgräberstätte folgte ich dann weiter intuitiv Wege zum Nagelberg hinauf. (Hinweisschilder zum Hexentanzplatz waren ab Treuchtlingen weiterhin keine zu entdecken.) Auf den Wegen durch Buchenwald hindurch befanden sich an drei Stellen mit Farben bemalte "Stolpersteine". Von denen hatte einer etwa die obere runde "Kopf"-Form eines Grenzsteines. Von denen gab es am Wegesrand viele, mit dem Buchstaben "G" gekennzeichnet. An den Bäumen angebrachte Pflanzen-Informationstafeln kündeten von Waldmeister, Enzian und wenn ich mich richtig entsinne > Quellwendel. An einigen Stellen des Weges waren offene "Bergstein-Nischen". Das weiße Juragestein lag frei, fest in flachen Schichten (je etwa ein bis vier handbreit). Die weiße Farbe des Nagelberg-Gesteins gleicht "überraschend" dem Weiß des hinteren heraus wachsenden Teils der Finger- und Fußnägel. Dabei erinnerte ich mich an frühere Göttlichkeiten, auch der Mutter Erde, an die Magie, die insbesondere vormals verschiedenem Gestein zugeordnet wurde und an die angeblich langen Fingernägel der Hexen. Ich sah einen umgestürzten Baum (Buche) liegen. An dessen senkrecht aufragenden Wurzel klebte vollständig eine nahezu perfekt glatte weiße Steinschichtwand. Der Boden war aber insbesondere auch fest gefroren. So was habe ich noch nie zuvor gesehen. Ich dachte sogleich, dies könnte vormals gut als die erste Wand zum Bau einer Behausung genutzt worden sein; hier lebten mindestens bereits die Kelten. Der erste lange Teil der Wege, denen ich intuitiv folgte, stellte sich als "Irrweg" heraus. Ich war auf einem Rundweg um das oberste Plateau gelaufen. Es schien mir (so nahm ich es wahr), als nahm ich den Weg einer großen 6, an deren Spitze ich plateau-abwärts des Weges auf die Spitzte einer umgedreht kleineren 6 stieß. In "deren Bauch" (auf kleinerem Plateau) fand ich den Hexentanzplatz. Der Hexentanzplatz erscheint nahezu ideal, plan (eben), eher oval bis rund, nur mit Gras bewachsen und misst einen Radius von etwa 1000 Schritt. Darauf sind nur am Rande wenige kleine Bäume, eine Feuerstelle, eine Hütte und ein Kinderspielplatz. Mich würde u.a. besonders untergründig interessieren, weshalb der verhältnismäßig sehr große Platz (mindestens etwa 10 Fußballfelder groß) so plan und nur mit Gras bewachsen ist.
Drei weitere scheinbare Zusammenhänge sind mir insgesamt noch dazu, rein von den erlebten Wahrnehmungen her, durch die Sinne gekommen:
Die zwei gelaufenen 6`en erinnerten mich tatsächlich an den Hexenspruch "Hex, hex". Da mir schien, dass ich irrtümlich über das höher große Plateau ("der großen gelaufenen 6") leicht hangabwärts zum kleineren Plateau ("der umgedreht kleineren gelaufenen 6") zum Hexentanzplatz fand, bekam für mich das bekannte Wort "abhängig", auch in Bezug auf etwaige Zauberkräfte früherer Hexen in Verbindung mit Mächten, noch andere mögliche Bedeutungen. Dann stellte ich mir vor, Menschen wurden vielleicht früher an einer Opferstelle, etwa seitlich im Tal des Berges, an einer Stätte geopfert. Sie blickten etwa verzweifelt nach oben, riefen "nein" ! Die umgedrehte 6, die Zahl 9 wird in der heutigen englischen Sprache, gleich lautend mit "nein", als "nine" ausgesprochen und wird ähnlich dem deutschen "Ne! Ne!" ausgeschrieben.
Oh oh, das ließt sich schon sehr "verhext" oder ?
Familien – Namen, die (vielleicht bemerkenswert) unweit des Nagelberges anzutreffen sind (Kleiner Ausschnitt); Diese wurden von mir nur für den thematischen, etwa kulturellen Zusammenhang mit hier rein gestellt. Sie gehören grundsätzlich in die Rubrik "Familiennamen", wohin ich sie auf Wunsch selbstverständlich gern verschieben oder kopieren werde.) :
Fegert, Bössenecker, Viertel, Grosskopf, Schwarz, Heller, Breternitz, Rohm, Hagenbring, Warthemann, Dengel, Amler, Rückrich, Grimm, Somoff, Bröcker, Orthbandt, Fuchs, Stumph, Schneemann, Hacker, Knickrehm, Steindel, Arbogast, Afterhuber, Eder, Burok, Rehm, Schiller, Klocker, Rentsch, Barton, Laabs, Peinsipp , Dornbusch, Eichholz, Sommer, Doringer, Gaede, Wiesenborn, Krempholtz, Diemer, Chauer, Tänzer, Edbauer, Klinkhammer, Hollederer, Goldmann, Phuhl, Witt, Sohmen, Födisch, Preisel, Kneidinger, Adämmer, Behnert, Kosel, Zwicker, Stammer, Niestegge, Bähr, Hiller, Attenbrunner, Hüttner, Gellerich, Bartsch, Menk
Links zu den Photos:
1 Nagelberg bei Treuchtlingen
2 Treuchtlingen- weit und breit keine Hinweisschilder zum Hexentanzplatz
3 Karlsgrabenbrücke zum Nagelberg
4 Die Birke als einziger Wegweiser zum Hexentanzplatz des Nagelberges
5 zum Nagelberg
6 zum Nagelberg
7 nahe Karlsgraben das empfahl sich zum näher Anschauen
8 Blick zum Nagelberg
9 links Karlsgraben rechts kl. Uml. über. kleinen Tümpel
10 handbearbeitetes Stammende als Haltegriff über vereiste Quelle
11 Tümpel vielleicht ehem. Opfer-Kult Stätte
12 Gewächs am Tümpel Richtung Nagelberg
13 zwei von 4 Steine im Tümpel
14 ein Stein von 4 im Tümpel
15 ein Stein von 4 im Tümpel
16 vereiste Quelle nach rechts in Tümpel, links zum Nagelberg
17 vereiste Quelle nach links in Tümpel mit zwei von 4 Steinen
18 weiter zum Nagelberg
19 Geologische Karte Treuchtlingen
20 Geologische Übersicht Treuchtlingen
21 zwei Kreuze von mehreren des Weges
22 Seitenansicht eines Kreuzes
23 Kriegsgräberfürsorge
24 vor dem Nagelberg Kriegsgräberstätte
25 schlängelnde Quelle
26 Mitten in der Gräberstätte entspringt und schlängelt sich eine Quelle
27 Blick von Mauer der Kriegsgräberstätte am Fuße des Nagelberges zum Karlsgraben bzw. zur Bahnlinie, Treuchtlingen
28 Zeichen im Eckstein 1
29 Zeichen im Eckstein 2
30 Nagelberg freier, ebener, nur grasbewachsener Hexentanzplatz (Radius etwa 1000 Schritte), dieser Baum nur am Rande
31 Nagelberg Hexentanzplatz quer mit Hütte
32 Nagelberg Hexentanzplatz mit Hütte und Feuerstelle
33 Nagelberg Hexentanzplatz Spielplatz
34 Malmgesteine am Nagelberg
35 Geologisches Profil Nagelberg 1
36 Geologisches Profil Nagelberg 2
37 Geologisches Profil Nagelberg 3
Über Eindrücke, Hinweise oder Erkenntnisse von euch würde ich mich sehr freuen.
Gruß,
Alarich - Homepage: http://alaric.de.tl
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rosi
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 15.01.2007 Beiträge: 55
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Verfasst am: Mo März 23, 2009 9:19 amNagelberg |
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Könnte Nagelberg zu erklären sein mit nachylony polnisch geneigt, steil?
Die alteuropäische Sprache ist die gemeinsame Ursprache von Germanen, Slawen, Balten, wohl auch vieler anderer europäischer Völker.
Im dünn besiedelten Osten Europas hat sich diese Sprache sehr langsam verändert, während sich die Sprachen im dichter besiedelten Westen rascher verändert haben. Das heutige Slawisch steht also dieser Ursprache noch sehr nahe. Wenn ich die slawischen Formen der germanischen Lautverschiebung unterwerfe, komme ich zum Germanischen.
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Alarich
ambitioniert

Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Erde
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Verfasst am: Sa Feb 27, 2010 7:23 amRe: Nagelberg |
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Freundliche Grüße an alle!
| rosi hat folgendes geschrieben:: | Könnte Nagelberg zu erklären sein mit nachylony polnisch geneigt, steil?
Die alteuropäische Sprache ist die gemeinsame Ursprache von Germanen, Slawen, Balten, wohl auch vieler anderer europäischer Völker. |
Ja und ich sehe mich auch mit jenen Völkern verbunden.
| Tarzius hat folgendes geschrieben:: | Hallo,
Zu Nagel noch ein paar Gedanken:
Nagelfluh, z.B= für eine Felswand aus der die eingesprengten Kiesel wie Nagelköpfe hervorstehen.
Dazu kann man im Lexikon folgende Erklärung nachlesen: Nagelfluh: meist aus Kalkgeröllen, auch aus Geröllen kristalliner Silikatgesteinen bestehende, grobe Konglomerate.
Zu Konglomerate: siehe/lese dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein) |
Ja, das erscheint mir nunmehr gut möglich, denn ich fand einen Artikel des "Treuchlinger Kurier". Darin wird über den Heimatforscher Arthur Rosenbauer berichtet, der den Nagelberg als «sagenumwobenen Erz-Berg» identifiziert habe. Was meint ihr dazu?
Alarich
______
Wahrheit ist vor allem Licht
Weilet, lahret, tanzet und habet Wohl
Sehet hinauf zu den vielen Lagerfeuern der Ahnen und Götter
"Gott sei Dank", strahlt immer wieder die
Freude, Liebe und Glück bewahrend strahlt gleiches nach überall
Ahnen & Kräfte ruhet & erwachet in Frieden
Zum Gästebuch bei Alarich
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