Der Name Dresden
Christian Riese
Stadtansicht Dresden zwischen ca. 1890 und 1905.
Siedlungsgeschichte
Erste Spuren menschlichen Aufenthalts finden sich aus der mittleren Altsteinzeit um ca.
50000 v. Chr. in Form eines Rastplatzes einer Wildbeutergruppe.
Seit dem 6. Jahrhundert lassen sich slawische Siedler nachweisen, die von Böhmen her
einwanderten. Diese legten neue Siedlungsplätze in der Nähe der alten an.
Im Zusammenhang mit der deutschen Ostsiedlung errichteten die Markgrafen wohl
schon vor 1200 neben der slawischen Siedlung eine Burg. In deren direkter Nähe ist die
1216 als civitas bezeugte Stadt dann in regelmäßiger Anlage gegründet worden.
Vor den 1299 bezeugten Stadtmauern aber blieb das alte slawische Dorf Altendresden
mit der Frauenkirche.
Der Aufstieg der Stadt beginnt 1485 mit der Leipziger Teilung, als Dresden Residenzstadt
wurde.
Urkundliche Belege / Überlieferung des Namens
Erstmals begegnet uns der Ortsname in einer Urkunde vom 31. März 1206, ausgestellt
vom Markgraf Dietrich von Meißen ("der Bedrängte"), in dem dieser in einem Rechtsstreit
zwischen Bischof Dietrich II. von Meißen und Burggraf Heinrich II. von Dohna um die
Burg Thorun entscheidet. Darin wird Dresden als Handlungsort genannt: Acta sunt hec
Dresdene...
Namenbedeutung
Dresden ist ein slawischer, genauer gesagt altsorbischer Name, der im Laufe der
Zeit eingedeutscht und dabei umgeformt wurde. Dem Namen liegt eine entnasalierte Form
des slawischen Worts *drezga, das auf urslawisch *dr¸ezga "Wald, Dickicht" zurückgeht,
zugrunde. Dieses Wort wurde mit einem Suffix -jane erweitert, mit dem sog. Bewohnernamen
gebildet werden. Wird haben also von einer Grundform altsorbisch *Drežd’ane
bzw. *Drežd’ene auszugehen, so dass der Ortsname "(Siedlung der Leute) am/im Wald"
bedeutet.
Trivia
Dresden findet sich als Ortsname auch mehrfach in den USA, z.B. in Ohio, Kansas, New
York, Tennessee.
Einige der wichtigsten deutschen Ortsnamen haben wir hier für Sie erklärt:
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