Washington ist Ihnen sicherlich geläufig, zum einen als Ortsname, zum anderen wahrscheinlich auch als Name des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Washington. Bevor wir gleich in die Geschichte dieser Namen eintauchen, fragen Sie sich einmal, was oder wer wurde hier wohl wonach benannt: Der Ort nach der Person? Die Person nach dem Ort?
Richtig.
Western Australia wurde 1831 nach Errichtung einer Siedlung am Swan River, aus der später Perth wurde, formiert. Der 129° Längengrad, der New South Wales im Westen begrenzte, war die östliche Grenze der neuen Kolonie. Für die Masseneinwanderung war die Kolonie kaum von Bedeutung. 1891 wurden hier nur knapp 300 Personen deutscher Herkunft gezählt.[78] Dennoch wurden auch hier Orte umbenannt.
Bevor erste dauerhafte Siedlungen im Raum Bremen entstanden, siedelten dort Chauken und ab dem dritten Jahrhundert auch Sachsen.
Siedlungen entstanden in den folgenden Jahrhunderten entlang der Weser. Eine bis zu dreißig Kilometer lange Düne, die Schutz vor Hochwasser sowie Zugang zu einer Furt über den Fluss bot, war dafür ideal.
Diese Düne führte zum späteren Namen der Stadt Bremen.
Die Besiedlung des Gebietes des heutigen Berlin mit Slawen begann etwa zu Anfang des achten Jahrhunderts. Auch auf den trockenen Flächen der Sumpfgebiete zwischen dem Teltow und dem Barnim siedelten sie sich an. Auf der rechten Uferseite der Spree entstand die Siedlung Berlin, und auf einer Spreeinsel Cölln. Bereits zum Ende des 12. Jahrhunderts / Anfang des 13. Jahrhundert, finden sich weitere Siedlungen, die später zum Stadtgebiet Berlins gehören sollten, erwähnt: 1197 Spandau, 1209 Köpenick und 1237 Cölln.
Der Ort Hannover entstand aus kleineren Siedlungen, die im Laufe der Zeit zusammenwuchsen. Auf dem heutigen Gebiet der Altstadt lag bereits im ersten bis dritten Jahrhundert eine Siedlung am Übergang über die Leine. In der Nähe davon lag das im Jahr 1000 genannte Dorf Tigislege (heute im Bereich der Lein- und Burgstraße). Dieses war ein Rastort, an dem zeitweilig auch Märkte abgehalten wurden.
Siedlungsspuren finden sich in Mainz bereits seit der späten Laténezeit (5.–1. Jahrhundert v. Chr.). Kurz vor der Zeitenwende wurde hier ein römisches Legionslager gegenüber der Mainmündung angelegt, das in den folgenden Jahrhunderten stetig erweitert wurde. Stationiert waren hier die römischen Legionen XIV Germania und XVI Gallica. Ein Einfall der Chatten im Jahr 39 führte unter Caligula zu einer Truppenkonzentration.
Dort, wo sich heute Stuttgart befindet, gab es spätestens im achten Jahrhundert eine dauerhafte ländliche Siedlung. Zur Mitte des zehnten Jahrhunderts wurde dort durch Herzog Liudolf von Schwaben jedoch auch ein Pferdegestüt gegründet.
Die Stadt Erfurt liegt im sog. Altsiedelgebiet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass archäologische Funde aus nahezu allen ur- und frühgeschichtlichen Abschnitten gemacht wurden. Eine Zunahme der Funde aus fränkisch-thüringischer Zeit kennzeichnet hier einen Besiedlungsschwerpunkt, dem die Stadt ihr Aufblühen im frühen Mittelalter verdankt. Begünstigt wurden Siedlung und Wirtschaft durch eine sehr zentrale und verkehrsgünstige Lage. Allein drei alte Fernstraßen, die in fast alle Richtungen führten, kreuzten sich in Erfurt.