Hotho - ein seltener Name

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neugierig
Beigetreten: 28.01.2017
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Hallo liebe NamensforscherInnen,

Seit einiger Zeit beschäftigt mich der Familienname Hotho. Gern möchte ich meine bisherigen Erkenntnisse hier einmal zur Diskussion stellen.

Der Familienname Hotho ist vermutlich zuerst im Ravensberger Land aufgetreten, frühestens findet er sich bisher ab 1550 in Versmold (Schreibweisen: Houwto, Howtho, Howtow), ab 1620 in Herford (Schreibweisen: Houtho, Hotow) und in Westkilver/Rödinghausen ab mind. 1600. Wie immer wechselt die Schreibweise des Namens in den Archivalien häufig je nach Schreiberling (Hautho, Hoto, Hotoh, Hotoo..), nach 1700 etabliert sich aber allmählich die Schreibweise Hotho.

Übrigens findet sich der Familienname wohl auch heute noch am häufigsten in Nordwestdeutschland und natürlich in den Niederlanden (Hollandwanderer) und den USA.

Für den Namen Hotho finden sich in der Literatur und im Internet verschiedene Erklärungen. Hier im Forum wurden bereits die ähnlich scheinenden Namen "Huth bzw. Hoth" und "Hotte" diskutiert. Ich sehe aber in den Beiträgen dazu keine Erklärung für den Namen Hotho.

Eine interessante Erklärung gibt es unter:

https://de.wikisource.org/wiki/Pritschenschläge_deutschen_Volkshumors

"Hauto oder Hotho (Hau zu)"

Weiteres unter:

http://www.deutsche-nachnamen.de/index.php/sonstige-Begriffe

"Hotop, Hautop: niederdeutsch hot op - Hut auf

oder unter einer Familiennamensammlung von Janecke

"Hoto / Hotho geran. zu -od (Besitz, Kleinod)   - Dieser Erklärung schließt sich  auch Albert Heintze an mit "Audhaz, einstämmige Kürzung "Aud" für u.a. Hotho, aber auch für Hoth und Hotte. Ich weiß, der Autor ist ein kritischer Fall.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr andere Erkenntnisse dazu habt, und bedanke mich schon mal vorab für für Hinweise.