MARKUN

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User offline. Last seen 7 Jahre 38 Wochen ago. Offline
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Der Familienname MARKUN kommt vor allem in Slowenien und Polen vor. Er könnte polnischer Herkunft sein. In den deutschsprachigen Gebieten, ausser im österreichischen Grenzgebiet zu Slowenien, ist er eher selten.
Kann jemand die Bedeutung des Wortes erklären?

Mit Gruss
Henricus
 

User offline. Last seen 4 Jahre 44 Wochen ago. Offline
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Der Name MARKUHN steht in der Kartei Quassowski, ist also Preußisch-Litauisch: es ist der Vorname MARKUS mit dem patronymischen Suffix  -UNAS, in Ostpreußen fällt die Endung -AS weg.

Der Name MARKUNAS/MARKUNS kommt in Litauen vor.

Die Namen auf -UN erhalten oft noch ein eingeschobenes H. (vgl. die Namen JANKUS - JANKUN - JANKUHN).

Bei "verwandt.de" findet sich noch die litauische Variante MORKUN in Deutschland.

Das Beschriebene wäre also eine Möglichkeit, die aber hier nicht zuzutreffen braucht.

User offline. Last seen 7 Jahre 38 Wochen ago. Offline
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monte schrieb:

Der Name MARKUHN steht in der Kartei Quassowski, ist also Preußisch-Litauisch: es ist der Vorname MARKUS mit dem patronymischen Suffix  -UNAS, .....

Danke, monte, das klingt sehr plausibel.
Ich würde dann allerdings ein häufigeres Vorkommen in Deutschland (durch Vertriebene) erwarten. Dafür aber spricht, dass in Polen das dichteste Vorkommen in der Wojewodschaft Pomorze, zu der auch Teile von Ost- und Westpreussen gehören, ist. Das könnten Nachkommen zurückgebliebener Katholiken sein.

Zu klären wäre aber noch, warum ausgerechnet in Slowenien das dichteste Vorkommen überhaupt ist.
Im vorliegenden Einzelfall handelt es sich um einen wanderden Handwerksgesellen, der der mündlichen Überlieferung nach Ende des 19. Jh. aus Slowenien in Schaffhausen/Schweiz eingewandert sein soll.

Mit Gruss
Henricus
 

User offline. Last seen 4 Jahre 44 Wochen ago. Offline
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Klar. Wenn die Familiengeschichte was anderes sagt, dann bleibt das reine Theorie.

User offline. Last seen 7 Jahre 38 Wochen ago. Offline
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monte schrieb:

Klar. Wenn die Familiengeschichte was anderes sagt, dann bleibt das reine Theorie.

Ich halte die preussisch-litauische Erklärung für ziemlich wahrscheinlich, denn MARKUN klingt ja überhaupt nicht slawisch. Da müsste ich nur noch etwas darüber herausbekommen, wie der Name nach Slowenien kam.

Mit Gruss
Henricus

User offline. Last seen 6 Jahre 48 Wochen ago. Offline
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Hallo Henricus

Wenn MARKUN so häufig in Slowenien vorkommt und deine Vorfahren auch von dort stammen, ist es doch absurd, an eine baltische Herkunft zu glauben!

MARKUN leitet sich (wie zu vermuten war) vom Rufnamen Markus (slowen. Marko ) ab.

"Iz imena Marko so nastali priimki: Markel, Markelj, Markež, Markič, Markl, Markon, Markonja, Markošek, Markovec, Markovič, Marks, Markun, Markuš, Markušek in drugi." Vgl. Wiki

MfG

User offline. Last seen 7 Jahre 34 Wochen ago. Offline
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Hallo Henricus,

"Markun" wird vermutlich eine von vielen Varianten sein die sich von "Markus" ableiten. Eine spannende Geschichte dazu wird über einen Peter Markony - später dann Peter Markon - auf www.banater-bergland.de erzählt. 

lg

Andreas

User offline. Last seen 1 Woche 17 Stunden ago. Offline
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Marko schrieb:

"Markun" wird vermutlich eine von vielen Varianten sein die sich von "Markus" ableiten. Eine spannende Geschichte dazu wird über einen Peter Markony - später dann Peter Markon - auf www. banneter.bergland.de erzählt. lg Andreas

 

Hallo,

Markun wird vermutlich eine von vielen Varianten sein die sich von "Markus" ableiten.

Dies steht bereits in der Antwort: MARKUN leitet sich (wie zu vermuten war) vom Rufnamen Markus (slowen. Marko ) ab.

 

 Eine spannende Geschichte dazu wird über einen Peter Markony - später dann Peter Markon - auf www.banater-bergland.de erzählt.

Zu dieser "Geschichte" der direkte Link:

Aus Mantua in der Lombardei stammte der Italiener Peter Markony (später Markon) von dem man nicht weiss, ob er seine spätere Ehefrau, - eine Steiermärkerin aus der Gegend um Maria Zell, dort kennen lernte und heiratete, oder sie schon woanders traf, lange bevor sie nach Weidenthal kamen und blieben. Auch sie waren Nachzügler, vom Krapfl in der Chronik zwar erwähnt, aber ohne die Angaben über den Zeitpunkt ihrer Zuwanderung.

http://www.banater-bergland.de/weidenthal/chronik/2/kapitel6.htm