Familienname Oßfeld

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neugierig
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Der Familienname  Oßfeld   oder   Ossfeld   kommt in der Bundesrepublik Deutschland nicht sehr oft vor.

Da sich Familiennamen oft von Berufen oder Ortschaften ableiten möchte ich mal die Frage im Forum stellen, von was leitet sich der Familienname  Oßfeld  oder Ossfeld ab.

Danke mal vorab für eure Antworten.

aossfeld

 

User offline. Last seen 1 Woche 17 Stunden ago. Offline
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aossfeld schrieb:

Der Familienname  Oßfeld   oder   Ossfeld   kommt in der Bundesrepublik Deutschland nicht sehr oft vor. Da sich Familiennamen oft von Berufen oder Ortschaften ableiten möchte ich mal die Frage im Forum stellen, von was leitet sich der Familienname  Oßfeld  oder Ossfeld ab. Danke mal vorab für eure Antworten. aossfeld

 

 

Hallo,

es sind noch rund 10+- Einträge zum Namen OSSfeld und Oßfeld in D verz.. Alle Einträge stammen aus BW (Landkreis Karlsruhe, Landkreis Rastatt usw.) Ein paar wenige sind in BY verz..

Einen Eintrag zu Osfeld (BW).

Keine Einträge i.d. CH, in A, LX, BE, den NL, F und I.

Ich glaube nicht, dass es sich um Glaubensflüchtlinge handelte, denn Im Landesarchiv von BW sind div. Einträge unter Oßfeld schon vor 1648 verz. (Kopie) 5. Mai 1457, Kundschaft über die Weide zu Oßfeld, die der Schäfer zu Bowiesen (Maywiesen) bestanden hat…usw..

Oder a.1416 ist ein Hans von Oßfeld verzeichent : Hans Erlacher zu Neubronn verkauft an das Kloster Tückelhausen 1/10 des Zehnten zu Nassach, den Hans von Oßfeld inne hatte…………………..

Quelle:

http://sho.rtlink.de/HansOssfeld

http://sho.rtlink.de/BWLandesarchiv

Weitere Einträge unter:

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/suche/index.php

Und in der Chronik steht: 1648, Nach den Verwüstungen des 30-jährigen Krieges sind nur noch 8 Familien ansässig. Es kommt zu starken Zuwanderungen, vor allem aus der Schweiz.

http://www.kraichtaler.com/kraichtaler-stadtteile/ober%C3%B6wisheim/

http://www.kraichtal.de/index.php?id=100

Oder: Nachdem 1648 in Oberöwisheim nach Ende des 30 jährigen Krieges nur noch 8 Personen wohnten wurde auf Betreiben der Herren von Helmstatt  der Bevölkerungsverlust durch die Zuwanderung  von Familien aus der Schweiz, die der Lehre der Reformatoren Calvin und Zwingli folgten, wieder annähernd ausgeglichen. Das speyerische Domkapitel holte sich Zuwanderer aus dem katholischen Tiroler Außerfern, dem Gebiet um Reutte, Bichelbach und Lermoos am Fernpass ( Zugspitzgebiet ). Dies waren hauptsächlich Handwerker wie Maurer, Steinmetze und Zimmerleute. So finden wir heute noch eine ganze Reihe von Familiennamen, die sich aus dieser Zeit herleiten.

http://oberöwisheim-im-kraichgau.de/html/amtshaus.html

Erkundige Dich dochdirekt beim Landesarchiv BW..

 

Den Namen hattest Du bereits (am 3. Juli, 2012)  angefragt. Wie weit bist Du mit der pers. Ahnenfoschung und hast Du i.d. Zwischenzeit Kontakt mit A. Oßfeld aufgenommen oder bist Du selber A. Oßfeld? Der schreibt dazu:

Der Nachname Oßfeld wurde erstmalig im Jahre 1715 in Oberöwisheim ( heute 76703 Kraichtal) erwähnt. Leonhard und Hans-Jörg Oßfeld wanderten im Jahr 1715 aus dem Dorf Oßfeldt ( heute Oebisfelde)………………..

http://www.yasni.de/o%C3%9Ffeld/name+verzeichnis

Für eine Kontaktaufnahme mit A. Oßfeld:

http://www.kraichtaler.com/kraichtaler-g%C3%A4stef%C3%BChrer/alfons-o%C3%9Ffeld/

Hier noch zwei Einträge aus ON-Familienbücher und in diesen wird der oben genannte ON Oberwöwisheim und der Name Osfeld auch erwähnt.

http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=neibsheim&ID=I20540&nachname=OSFELD&modus=&lang=de

 

In der "Nähe" liegt Oesfeld: Oesfeld ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Bütthard im Landkreis Würzburg (BY).

http://de.wikipedia.org/wiki/Oesfeld_%28B%C3%BCtthard%29

Weitere Infos unter: http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20150216/103757&attr=OBJ&val=41373

Das Gebiet des heutigen Landkreises Würzburg gehörte vor 1800 überwiegend zum Hochstift Würzburg und kam 1803 zu Bayern.

Hochstift Würzburg:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochstift_W%C3%BCrzburg

Im Landesarchiv BW ist Oesfeld (Ösfelt) auch verz.:

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/suche/index.php

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_zoom/thumbnails.php?bestand=17103&id=2388705&syssuche=&logik

Oss-feld: Etym.???

Hast Du ältere Schreibweisen des Namens gefunden?

Oß/Oss-??- im Sinne von= östlicher Teil des Feldes oder ein gegen/im Osten gelegenes Feld;  also ein Wohnstättennamen/Flurnamen. Oss- kann sich  auch auf Osch (Ochs)oder Osten beziehen.

Osch ist ein alter Flurname. Osch, Oesch bzw. Esch oder Äsch/Asch bt.= mhd. ezesch; ezzisch, ezzesch = Saatfeld.

Felder werden dreifeldrig gebaut und heißen Oschfelder, die entfernteren ...

http://www.uni-leipzig.de/~zirnst/pdf/TechGe.pdf

Wissenschaftliche Untersuchungen zu Orts- und Familiennamen (auf Stundenbasis):

http://www.prof-udolph.com/leistungen.html

User offline. Last seen 5 Jahre 23 Wochen ago. Offline
neugierig
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Beiträge: 3

Hallo Tarzius,

vielen Dank für Deine hilfreiche Antwort.

Der Alfons Oßfeld bin ich, wohne in Kraichtal (Oberöwisheim) und widme mich seit meiner Pensionierung der Ahnenforschung meiner Familie.

Ein  fertiger Stammbaum der Familie Oßfeld gabs bis 1945 jedoch sind alle Unterlagen bei der Bombardierung der Stadt Bruchsal verbrand.

Bei früheren Gesprächen mit meinen ältesten Tante gabs zwei Meinungen zur Herkunft  unserer Altvorderen.

1. Meinung:   Herkunft aus der Nähe von Braunschweig  ( Altmark  Oebisfelde )

Diese These vertrat mein Onkel der den Stammbaum vor 1945 erstellte, aber leider im 2. Weltkrieg      gefallen ist.

2. Meinung:   Aus der Nähe von Würzburg  (Balbach u. Oßfeld  Marktgemeinde Bütthard ). Die 2. These vertrat meine Tante. Diese Meinung stützt sich auf mündliche Überlieferungen

Ich habe vor  im bischöflichen Archiv in Würzburg nach zu forschen ob es dort weitere Erkenntnisse gibt.

Neben der Ahnenforchung beschäftige ich mich auch mit der Historie meiner Heimatgemeinde Oberöwisheim und dem Kraichgau. In diesem Zusammenhang habe ich auch die Webseite www.oberöwisheim-im-kraichgau.de  erstellt.

Übrigens ich suche noch in einer anderen Ahnenforschung  einen  Wolfgang Zoz ( Zotz )  er war Förster in Bad Wimpfen (ca. 1850). Bad Wimpfen  war zu der Zeit  hessisch und gehört zum Bistum Mainz.

Nochmals vielen Dank.

M. fr. Gruß    A. Oßfeld

User offline. Last seen 1 Woche 17 Stunden ago. Offline
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aossfeld schrieb:

Übrigens ich suche noch in einer anderen Ahnenforschung  einen  Wolfgang Zoz ( Zotz )  er war Förster in Bad Wimpfen (ca. 1850). Bad Wimpfen  war zu der Zeit  hessisch und gehört zum Bistum Mainz. Nochmals vielen Dank. M. fr. Gruß    A. Oßfeld

 

Hallo,

zuerst nochmal zu der Schreibweise Doppel – ß. Da gilt es folgendes zu berücksichtigen: In vielen mittelalterlichen, aber auch in neuzeitlichen Dokumenten findet man das ß-Zeichen als Abkürzung für sch……………

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F

In einem Flurnamen-Buch von BW ist verz.: Ein Esch oder manchmal auch Ösch/ Osch ist das gleiche wie eine Zelg, also ein Flurdrittel im Rahmen der Dreifelderwirtschaft.

Der Flurname Esch, Ösch, ist eben auch vielefach als Osch verz.. Z.B. in alten  Wörterbücher der Schweiz. Jedoch auch in Hohenzollerischer Geschichtsverein eV:

…..den anerkannten Regeln der Dreifelderwirtschaft. Die Ackerfläche (Osch) bezeichnet. ... wirtschaftung der Ackerflur (Dreifelderwirtschaft) auch die jeweilige.

http://www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de/userfiles/files/HZ-Heimat/HH_054_2004_ocr.pdf

Oder: Denkmalpflege Baden-Württemberg: …….übliche Dreifelderwirtschaft angelegt, d. h. die. Ackerflur wurde in drei....... Da jede Hofstelle in jedem Osch Grund- stücke brauchte, entstand die sog.

http://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/publikationen_und_service/nachrichtenblaetter/archiv/1981-1.pdf

Was mit Dreifelderwirtschaft gemeint ist:

http://www.fh-rottenburg.de/fhr/projekte/gis/Lewis/html_2002/weitere_GIS_Projekte/FHR_2002/Beutenlay/Webseite/docs/dreifelderwirtschaft.htm

Ich bin pers. der Meinung, dass es sich bei Oßfeld um einen alten Flurnamen handeln könnte.

 

Übrigens ich suche noch in einer anderen Ahnenforschung  einen  Wolfgang Zoz ( Zotz )  er war Förster in Bad Wimpfen (ca. 1850). Bad Wimpfen  war zu der Zeit  hessisch und gehört zum Bistum Mainz.

Dies hier ist ja kein Genealogie Forum. Einen Hinweis zu einem Wolfgang Zotz findet sich auf folgender WeBSeite die sich mit Genealogie befasst. Da schreibt eine anika auf Seite 2  (v. 3 Seiten) des Beitrages:

Amtsblatt Darmstadt

am 10. August ist den Forstschürzen Karl Friedrich Cramer zu Wimfen

und Friedrirch Heim zu Kleinumstadt, der Titel "Förster" verliehen worden

Am 21. Februar verstarb der Förster Wolfgang Zotz zu Wimpfen

http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=29773&page=2

Wenn Du Dich in diesem Gen- Forum anmeldest, kannst Du sicherlich mit der genannten anika Kontakt, für weitere Fragen usw., aufnehmen.

Und auf folgender WeBSeite ist verz.:

Julius ZOTZ: Eltern Wolfgang Zotz (Geburt  etwa 1780 Tod vor 10. Juli 1869, Bad Wimpfen, Heilbronn)

Quelle der Angaben: http://gedbas.genealogy.net/person/show/1052814251

und einer Maria Magdalena Christina MÜLLER (Ehefrau). Und es folgenden dann noch weitere Einträge.  Eingesendet wurden diese Angaben von einer Christine Teuchert aus Marktoberdorf. Auch ist ihre E-Mail angegeben. Evtl. nimmst Du mit Ch. Teuchert mal Kontakt auf. Sie hält auf der WeBSeite fest: Der Einsender hat festgelegt, dass für diese Datenbank keine Quellenangaben angezeigt werden sollen.

Quellen der Angaben: http://gedbas.genealogy.net/person/show/1052814271

Als Quellenangabe wird auf folgende WeBSeite verw.: hadis hessen de (Hessische Archiv-Dokumentations- und Informationssystem)  Dies ist eine "alter" Link. Der Neue Link lautet:

https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/start.action

Und verz. ist da (unter Suchen- Einfacher – und Erweiterter Suche ): Biografische Angaben: Wolfgang Zotz, Jäger zu Wimpfen 10.12.1814 Förster über die nahe bei Wimpfen gelegenen. Sterbedatum: 21.02.1840

Vielleicht helfen diesen Angaben Dir weiter.