Mattheis

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neugierig
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Guten Abend,

habe mich schon des öfteren auf die Suche gemacht um herauszufinden woher der Name "Mattheis" stammt. Was ich durch Ahnenforschung herausfand ist das der Name aus der Schweiz kommt.

Dieser hieß dann aber noch Mathis/Mathys und war im 16. Jhdt. Die Ahnen wanderten dann jedoch gegen Ende des 16. Jhdt. nach Markgröningen in Baden Württemberg aus. Ab dort wurde aus Mathis/Mathys dann Mattheis.

Kann es sein das der ursprüngliche Name aus einem Rufnamen von Mathias entstanden ist ?
Und Mattheis dann nur infolge von den "Rechtschreibkünsten" des Schriftmeisters entstanden ist ?

Grüße aus Schöntal
tmatt

User offline. Last seen 3 Tage 56 Minuten ago. Offline
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tmatt schrieb:

Guten Abend, habe mich schon des öfteren auf die Suche gemacht um herauszufinden woher der Name "Mattheis" stammt. Was ich durch Ahnenforschung herausfand ist das der Name aus der Schweiz kommt. Dieser hieß dann aber noch Mathis/Mathys und war im 16. Jhdt. Die Ahnen wanderten dann jedoch gegen Ende des 16. Jhdt. nach Markgröningen in Baden Württemberg aus. Ab dort wurde aus Mathis/Mathys dann Mattheis. Kann es sein das der ursprüngliche Name aus einem Rufnamen von Mathias entstanden ist ? Und Mattheis dann nur infolge von den "Rechtschreibkünsten" des Schriftmeisters entstanden ist ? Grüße aus Schöntal tmatt

 

hallo,

die Annahme dass ein Rufname der Ursprung von NN Mattheis ( und zig weiteren Abwandlungen) ist sicher richtig.

Hier im Vornamen -Lexikon steht:

Matthias ist eine gekürzte Form des ursprünglichen hebräischen Namen "Mattityah" (Geschenk, Gabe Jahwes). Als Name eines der Jünger Jesu ist er heute weltweit in verschiedenen Formen verbreitet.

d.h. also Matthias die der "AUSgangspunkt"!!  Schon 1332 wir ein Mathei erwähnt.

Gruss weste

 

 

 

User offline. Last seen 1 Tag 22 Stunden ago. Offline
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tmatt schrieb:

Guten Abend, habe mich schon des öfteren auf die Suche gemacht um herauszufinden woher der Name "Mattheis" stammt. Was ich durch Ahnenforschung herausfand ist das der Name aus der Schweiz kommt. Dieser hieß dann aber noch Mathis/Mathys und war im 16. Jhdt. Die Ahnen wanderten dann jedoch gegen Ende des 16. Jhdt. nach Markgröningen in Baden Württemberg aus. Ab dort wurde aus Mathis/Mathys dann Mattheis. Kann es sein das der ursprüngliche Name aus einem Rufnamen von Mathias entstanden ist ? Und Mattheis dann nur infolge von den "Rechtschreibkünsten" des Schriftmeisters entstanden ist ? Grüße aus Schöntal tmatt

 

Hallo,

in D ist der Fam. Nam. MATTHEIS rund 600 mal in 179 vers. Landkreisen verz.. Dies entspricht in etwa 1600 Namenträger. Die Meisten davon In NI, RP, BW, BE usw..

Zu  MATHEIS sind es in D rund 1400 Einträge in 224 vers. Lankr.. (rund 3700 Namenträger). Die Meisten in RP und BW.

In der CH ist der Fam. Nam. MATTHEIS rund 5 mal verz. (Tel.B.)

MATHEIS rund 10 Einträge.

 

In der Schweiz in der Form/Schreibweise MATHEYS z.B. a. 1691 belegt. Die Form MATHEUS z.B. a. 1287.

Ich pers. glaube jedoch (anhand der Einträge) nicht, dass der Fam. Nam., die Form MATTHEIS eine "CH-Hk." hat.

Zur Bt. (Etyml.) des (der) Namens: Es ist davon auszugehen, dass der Name Mat(t)heis, Matheis, Matheys, Mathes, Mat(t)ai, Matheu(s),  u.v.m., Formen des Rufnamens MATTHÄUS sind und nicht wie der Duden schreibt, von Matthias.

"Ich" gehe davon aus, dass der Name Mattheis sich aus dem Namen, der Form, Matthaeius (auch Matthaeis, Matthäi) entwickelt hatte.Und dies sind Formen von MATTHÄUS.

Auch im G.W.B. steht richtigerweise: Matthäus, der name des evangelisten, in der redensart Matthäi oder Matthä am letzten erscheinend, vergl. letzt 14, e oben sp. 821: so ists Matthä am letzten damit, mit dem volksdichter Bürger zu sprechen. Wieland in Mercks briefs. 1, 193.

 

Die vers. Formen und die "Ähnlichkeit" der beiden Rufnamen, verlangt jedoch eine gründliche Ahnenforschung um herauszufinden, welcher Rufname nun dem Fam. Nam. zugrunde liegt.

Siehe/lese dazu auch:

http://www.onomastik.com/vorname-matheus.php