PREGEL

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Guten Tag zusammen,

heute bin ich bei meiner Ahnenforschung auf den Namen PREGEL aus Herborn gestoßen.
Interessanterweise wurde die Tochter des Ehepaares PREGEL als BRIEGEL registriert.
BRIEGEL hätte ich in die große Gruppe der Breugel / Brühl etc. eingeordnet, aber PREGEL scheint mir etwas weit entfernt von dieser Bedeutung zu sein.
Gibt es eine andere Erklärung für diesen Namen?

Vielen Dank!

Thomas

User offline. Last seen 1 Tag 2 Stunden ago. Offline
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thopo schrieb:

Guten Tag zusammen, heute bin ich bei meiner Ahnenforschung auf den Namen PREGEL aus Herborn gestoßen. Interessanterweise wurde die Tochter des Ehepaares PREGEL als BRIEGEL registriert.
BRIEGEL hätte ich in die große Gruppe der Breugel / Brühl etc. eingeordnet, aber PREGEL scheint mir etwas weit entfernt von dieser Bedeutung zu sein. Gibt es eine andere Erklärung für diesen Namen?
Vielen Dank! Thomas

 

 

Hallo,

In D sind "nur" rund 80 Einträge zum Namen PREGEL verz.. Die Meisten davon in BY.

Interessanterweise wurde die Tochter des Ehepaares PREGEL als BRIEGEL registriert. BRIEGEL hätte ich in die große Gruppe der Breugel / Brühl etc. eingeordnet.

Das trifft auch zu. Briegel zu wie Brühl (auch Brüel, Pröhl, Prehl usw..)

Siehe/lese dazu: http://www.onomastik.com/pr%C3%B6ge.php

Jedoch Pregel auch  zu wie Prügel= Übername zu/von mhd. bengel= Prügel. Knüttel (bildlich f. einen derben, ungehobelten Menschen).

Oder Pregel, auch Pregler zu/von mhd. breglen= murren.

Oder Hkn. zu ON wie PREGELAU (Ostpreussen), PREGELWALD(E) usw..

Pregel= der Fluss usw.,/u.v.m. (SUCHFUNKTION beachten!)

Siehe/lese dazu: Der Pregel (prußisch Preigara und Preigile, litauisch Prieglius) ist ein Fluss in………………..Der Name Pregel (prußisch "preigillis": an der tiefen Stelle) erscheint erstmalig im Jahr 1302…………..

http://de.wikipedia.org/wiki/Pregel

Mittels der Suchfunktion:

http://www.onomastik.com/search/node/pregel

 

 Aus dem G.W.B.:

briegel, brige schreiben viele im 16 jh., namentlich Serranus i 8b. Henisch 508. doch scheint prügel vorzuziehen, wofür freilich das ahd. giprugilotun, contutati sunt (? contuderunt) Graff 3, 364 nicht beweisen kann. entscheiden wird ein aufschlusz über die noch im dunkel liegende wurzel. gehört auch folgende stelle hierher? wann eim der sack aufbricht, dasz er (? es) auf einmal heraus felt, als wan ein saw in brigel beiszt, so spricht Zenodotus: er redt das sich das gewelb möcht zerreiszen. Frank spr. 1, 15a.

prägeln, pregeln zu/wie brägeln, frigere, braten, sieden, schmoren, deutlich dem lat. ausdruck urverwandt: es bräglet, das wasser siedet, das fleisch im kessel brutzelt. bei Schm. 1, 256 bregeln, gelind braten oder kochen, brutzeln, ein geräusch machen, wie etwas das brät oder aufkocht. das dampffleisch bregelt im tiegel. auch röcheln: er bregelt schon, röchelt, rasselt, wird bald sterben.

bregeln, was brägeln (sp. 291), frigere, schmoren: wie ein topf, da man ein spanisch olla putrido (l. pudrida) inne gepregelt oder zugericht hat. Mathesius 97a; nimb attichkraut und knoblauch durch einander, press den saft darausz, thue schmer darzu, lasz in einer pfannen durch einander pregeln. Seuter 206; nimm butter und salz, bregle es durch einander in einer pfannen, dasz es dick werde wie ein kuchen. das.; setze den essig mit dem ei aufs feuer, und wann es zu pregeln anfänget —. Pinter 416; schwämme mit butter pregeln. unw. doct. 471. Pfeiffer hat schon aus Jeroschin 206 pregeln, Henisch 1199 schreibt fregeln, mit dem anlaut des lat. worts. einer möglichkeit, dasz auch backen für bracken stehe und mit bregeln verwandt sei, wurde oben sp. 290 gedacht.

 

Ahnenforschung.

User offline. Last seen 2 Jahre 12 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 21.04.2010
Beiträge: 20

Danke Tarzius,
wie bereits erwähnt taucht der Name in Herborn auf.
Die ostpreußischen Herkunftsmöglichkeiten hatte ich zwar bereits gefunden, aber wegen der großen Entfernung verworfen.
Ich werde also zunächst einmal die Herkunftsmöglichkeiten prügeln, murren und kochen/sieden/braten weiter verfolgen.