BIERI

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Hallo, für die Schule suche ich die Bedeutung des Familiennamen BIERI....im Netz habe ich nichts gefunden, mein Grossvater meint es könnte aus dem Italienischen stammen. Unsere Familie kommt aus Langnau i.E. Schweiz.

Kann jemand helfen?

Danke
S.

User offline. Last seen 1 Woche 6 Tage ago. Offline
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TeufenAR wrote: Hallo, für die Schule suche ich die Bedeutung des Familiennamen BIERI....im Netz habe ich nichts gefunden, mein Grossvater meint es könnte aus dem Italienischen stammen. Unsere Familie kommt aus Langnau i.E. Schweiz. Kann jemand helfen? Danke S.

 

 

Hallo

Korrektur zum Namen Bieri v. Tarzius am 26.11. 2016.

Rund 3500 Namenträger in der Schweiz.

Rund 350 in F.

Rund 30 in D.

In PL rund 30 Einträge.

Rund 10 Einträge in A.

5 in LX.

5 in BE.

4 in I.

2 in den NL.

Zur Etym.:

Entwicklungshelfer im Emmental

Auch in Lauperswil, der Gemeinde von Hans Minder, gibt es solche Fälle. Manchmal handelte es sich bei den Fremden allerdings eher um «Entwicklungshelfer». So brachten die Vorfahren der Familie Bieri im 16. Jahrhundert das Wissen um die Herstellung von Vollfettkäse aus dem Greyerzerland ins Napfgebiet. Der Name kommt vom Vornamen Pierre, der hierzulande in der Kurzform «Pierr-i» ausgesprochen wurde.

Selbst häufige und alteingesessene Geschlechter sind also zuweilen auswärtigen Ursprungs. Die Endung -i weist gewöhnlich auf die Herleitung von einem Vornamen hin, den man wie heute noch Hans zu «Hausi» abkürzte. Der Familienname Lüthi als weiteres Beispiel kommt nicht vom Glockenläuten, sondern vom Vornamen Leuthold.

Verwirrende Schreibweisen:

Die Germanen kannten noch keine Familiennamen. Sie waren nicht darauf angewiesen, um die Personen in ihrem Umfeld unterscheiden zu können. Von den Römern und Griechen breitete sich die Verwendung von Familiennamen über die Städte von Süden nach Norden aus. In den ländlichen Gegenden der Schweiz hatten etwa seit 1600 alle Personen einen Familiennamen, der unverändert an die Nachkommen weitergegeben wurde. In Skandinavien war es erst um 1850 so weit. Bis heute nur Vornamen kennen die Isländer. Der mit -sen oder-son angehängte Name des Vaters ist in jeder Generation ein anderer.

In der Schweiz erst seit 1876 festgelegt sind die Schreibweisen. Vorher schrieb man die Namen nach dem Gehör auf, in den Taufregistern tragen oft selbst Geschwister unterschiedlich geschriebene Familiennamen wie Küpfer und Kipfer.

Eigenschaften der Person oder ihres Wohnsitzes konnten ebenfalls die Namensgebung inspirieren. Familien mit auffällig oft schwarz-, weiss- oder grauhaarigen Mitgliedern hiessen Schwarz, Wyss oder Grau. Auch Grädel bezieht sich auf das Aussehen: «Grädel» bezeichnete im Mittelhochdeutschen einen langen, mageren Menschen. Bachmanns wohnten neben einem Bach, Tanners oder Buchers neben einem Baum.

Der Spezialfall «Minder»

Etwas komplizierter ist die Herkunft des Namens Minder zu deuten. In der Nähe von Huttwil gab es zwei Bauern Mehr und Minder, von denen der eine mehr und der andere «minder» Abgaben zahlte. Mehr gibt es heute aber wesentlich weniger als Minder. Daneben verwendete man Berufsbezeichnungen, Ämter oder die Herkunft zur Namensgebung. Pfister und Sutter kommen vom lateinischen Wort für Bäcker und Schneider, Hodler vom Tuchkontrolleur an Märkten («Hudel»).

Familiennamen – was Tanner, Bieri oder Minder bedeutet

Quelle: http://wochen-zeitung.ch/Rubriken/Kolumne/familiennamen-was-tanner-bieri...