Schülter

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User offline. Last seen 12 Jahre 33 Wochen ago. Offline
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Hallo,

ich habe einen recht seltenen Nachnamen und wollte mal wegen Bedeutung und Herkunft nachfragen. Wäre super wenn jemand hilft.

Mein Name ist Schülter.

Danke schon jetzt

User offline. Last seen 25 Wochen 1 Tag ago. Offline
Experte!Moderator
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Benne84 wrote:Hallo,

ich habe einen recht seltenen Nachnamen und wollte mal wegen Bedeutung und Herkunft nachfragen. Wäre super wenn jemand hilft.

Mein Name ist Schülter.

Danke schon jetzt

Hallo,

G.G. vez. 125 Einträge in 37 verschiedenen Landkreisen. (Landkreis Euskirchen (NW)/Landkreis Ahrweiler (RP).

Einträge bei F.S.:z.B. 1810 Evangelisch, Wald Solingen, Rheinland, Preussen.

Die Hk. und "Bt." dieses Fam. Nam. kann unterschiedlich sein.

Aus dem Rheinisches Wörterbuch:

Schülte das Wort šelt, Pl. -dən, zu dem Schülbe, Schülche, Schülke, Schülpe, Schülze zu vergleichen sind, ist einmal in Saarl-Dilling überliefert f.: dicke Erdscholle.

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Z..B. zu Schultheiss. (BN zu mhd. schultheize, mnd. schulthete, schulte, spätmhd. schultz, fnhd. schultes)

"gescholten" bzw. schülten.

Schült-= Schuld (mhd. schulde, schult, ahd. sculd(a) niederl. schuld, aengl. scyld, schwed. skuld)

Usw.

Die Bt. bzw. Etyhml. von Schulter ist und bleibt ungeklärt.

Kopie dazu aus dem G.W.B.:

allein bietet den (nach ahd. scultirra zu erwartenden) umlaut, indem er schreibt: schülter, humerus; schültern, mitten zwischen den schültern, freilich daneben: schulter, schultern, plur.; der breyte schultern hat (schüldern auch bei PETRI, s. unten II, 2, c).

die vorgeschichte des wortes schulter ist umstritten. während WEIGAND 2, 649 und SKEAT 550a sich jeder etymologie enthalten, stellt DELBRÜCK zschr. f. d. philologie 1, 135, 213 es zu sanskr. skandhas, schulter, indem er sich das l aus n entstanden denkt, KLUGE5 338a zu ahd. skertî mit ähnlicher herleitung des l aus r (durch dissimilation), FRANCK 861 hält die herleitung von schalten 'stoszen' für denkbar. am meisten wahrscheinlichkeit hat vielleicht die von EHRISMANN in PAUL-BRAUNE beitr. 20, 51 ff. vorgeschlagene etymologie. mit verweis auf zahlreiche analoge wörter, die in verschiedenen sprachen bald die hüfte oder den schenkel, bald den (ober-)arm bezeichnen, zieht er sanskr. kaṭas, kaṭis, kaṭî 'hüfte' (aus *kaltas u. s. w.) und griech. σκελος 'schenkel', σκελις 'hinterfusz und hüfte eines thieres' heran. die stammbildung des germ. wortes liesze sich dann so begreifen, dasz der jô-stamm in althd. scultirra auf den alten dual *skulðezî zurückginge, zu dem der singular in ags. sculdor vorläge, das ursprüngliche neutrum *skḷtos aber auf einer vermischung eines dental- und des s-stammes beruhte, wie sie im griech. neben einander stehen.

Und vieles mehr.

Nb. erwähnt der X-fache ON SCHULT(E).

Ich denke Du solltest zuerst Ahnenforschung betreiben.

User offline. Last seen 12 Jahre 33 Wochen ago. Offline
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Vielen Dank für die Mühe