Kressler

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User offline. Last seen 11 Jahre 7 Wochen ago. Offline
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Hallo,

ich suche die Bedeutung und die Herkunft des Nachnamens " Kressler" oder "Kreßler"
Bei eigenen Recherchen bin ich nicht all zu weit gekommen, es sind in Deutschland ca 300 und in der Schweiz 2 in Basel. In den USA ist der Name scheinbar stark verbreitet ... mehr weiss ich leider nicht. Kann mir jemand weiterhelfen ?

Gruss

A. Kressler

User offline. Last seen 7 Jahre 9 Wochen ago. Offline
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Hallo!

Kressler ist vermutlich Herkunftsname zum Ort Kressel in Südbaden.

Dinomaus28

User offline. Last seen 7 Jahre 9 Wochen ago. Offline
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...ach und bevor ichs vergesse, wenn sich die Schreibweise Gressler auftut, sollte man das ganze noch mal überdenken.

User offline. Last seen 11 Jahre 7 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 11.04.2009
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Hallo,

Danke für den Hinweiss, einen Ort Namens Kressel war mir nicht bekannt...
Ich denke Gressler gibt es wohl auch, bei uns in der Familie wird halt nur die
schreibweise mit "K" genutzt. Was mich wundert ist die massive Verbreitung über dem großen Teich
Gruss

A. Kreßler

User offline. Last seen 11 Jahre 7 Wochen ago. Offline
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ich schon wieder ....

ich habe eben den Ort "Kressel" in Südbaden gesucht und leider nicht gefunden ... ist es ein Ortsteil oder Teilort einer Gemeinde ?

Gruss

A. Kressler

User offline. Last seen 7 Jahre 9 Wochen ago. Offline
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Hallo!

Wenn er aktuell so geschrieben wird, hat dass nichts zu sagen, da müßte man schon ein paar Generationen zurückgehen.

Wie gut, dass es Müllers Ortsbuch gibt, dort ist Kressel mit PLZ 79674, der Stadt Todtnau zugeordnet, war wohl früher eigenständig und ist eingemeindet worden.

http://wapedia.mobi/de/Todtnau

...aber wie gesagt, erst mal kucken, ob sich eine andere Schreibweise auftut und wo die Vorfahren ansässig waren...dann überlegen...

Dinomaus28

User offline. Last seen 4 Tage 5 Stunden ago. Offline
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kressler wrote:Hallo,

Danke für den Hinweiss, einen Ort Namens Kressel war mir nicht bekannt...
Ich denke Gressler gibt es wohl auch, bei uns in der Familie wird halt nur die
schreibweise mit "K" genutzt. Was mich wundert ist die massive Verbreitung über dem großen Teich
Gruss

A. Kreßler

Hallo,

noch einen weiteren "Anhaltspunkt"/Ergänzung zu KRESSEL, kresel u.ä.

KRESSEL zu krösel: (Kopie aus dem Wörterbuch)

KRÖSEL, ein werkzeug der glaser, ***fügeeisen, auch kröseleisen, kröser (s. 2). als geschlecht gibt CAMPE n., aber wol nur nach kröseleisen, das m. unter 1 wird das rechte sein, vgl. unter 3.

1) im 16. jh. md. bei TROCHUS R 4a kressel, scalprum vitrariorum (DIEF. 516a), wie bei M. KRAMER 1768. 1787 kresel m., zum glasschneiden (?), noch jetzt in md. und oberd. aussprache kresel, wie kreseln (***s. kröseln); luxemb. grisel m., das fiedermesser, kröseleisen der glaser, franz. grésoir GANGLER lex. der Luxemb. umgangssprache 189.

2) aber das e (i) kann nur verderbtes ö sein, noch jetzt nd. krösel DANNEIL 118b, und schweiz. im 16. jh. bei MAALER 254b k r ö s e r , instrument darmit die glaser harnouffen machend, d. h. die dreieckigen zwickel zwischen den (kleinen runden) fensterscheiben, sonst hornaffen genannt (Heidelberger handw.-ordnung 1579 B 2b, FRISCH 1, 469a), vgl. harnaff SCHM. 1, 31.

3) die beiden endungen -el und -er sind wie in stöszel und stöszer, fessel und fesser, flegel (dreschflegel) und mnd. vlegher tribula DIEF. nov. gl. 370b, beide zur bezeichnung des werkzeugs, urspr. im bilde eines arbeiters (vergl. käufel und käufer), daher auch masc.; als stammwort dazu eignet sich krosen zerkleinern,

das franz. grésoir unter 1 liegt dem alem. kröser so nahe, dasz darin deutscher einflusz zu vermuten ist.

***KRÖSELN, mit dem kröseleisen arbeiten, ein glas wird abgekröselt, ausgekröselt, mit dem krösel abgeknippen u. ä., s. krösel.

KRÖSELN, kraus machen (krösen, krösler)

***Fügeeisen:

1) das scharfe eisen in der fügebank der faszbinder oder küfer, ferrum runcinae doliariae.

2) bei den glasern ein hakiges werkzeug, die nach dem schneiden und abbrechen der einzusetzenden fensterscheiben u. dgl. an denselben verbliebenen überstehenden zacken u. s. w. abzukneipen, was in der handwerkssprache abfügen heiszt, auch abfiedern, weshalb neben fügeeisen noch fiedermesser gesagt wird