Vorhemus

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Hallo!

Ich habe schon lange im Internet recherchiert und gelesen, dass "hem" in nordischen Sprachen "Heim" bedeutet. Stimmt das, bzw. wo könnte der Nachname herkommen und was bedeutet er?

PS: Mein Großvater, der mir den Namen vererbt hat, ist einst von Tschechien nach Österreich ausgewandert.

Gruß, mapswen

User offline. Last seen 4 Tage 15 Stunden ago. Offline
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mapswen wrote: Hallo! Ich habe schon lange im Internet recherchiert und gelesen, dass "hem" in nordischen Sprachen "Heim" bedeutet. Stimmt das, bzw. wo könnte der Nachname herkommen und was bedeutet er? PS: Mein Großvater, der mir den Namen vererbt hat, ist einst von Tschechien nach Österreich ausgewandert. Gruß,

 

Hallo,

Mein Großvater, der mir den Namen vererbt hat, ist einst von Tschechien nach Österreich ausgewandert.

Ohne weitere, genaueren Angaben zu Deinen Vorfahren ist ein möglichst genaue antwort nicht möglich!

In Tsch. sind zum Namen Vorhemus 4 Einträge verz..

In D sind rund 20 Einträge in 4 vers. Landkr. verz.. Die Meisten davon im Landkreis Ludwigsburg (BW).

In Österr. sind es in etwa auch so viele. Die Meisten davon in Wien.

Einen Eintrag zu FORHEM: 1817 Roemisch-Katholische, Alsheim, Pfalz.

Etym.??

Evtl. vorhem zu wie vorhemd: vorhemd, n., älter und landschaftlich, z. b. schlesisch, vorhemde: suparum furhendi (= furihemidi) Steinmeyer-Sievers 3, 288, 55; vor-, fürhemd Fischer schwäb. wb. 2, 1658; nd. förhemd ten Doornkaat-Koolman 1, 541a; vorhemde, 'ein halbes nur den vordertheil des körpers bedeckendes hemde oder hemdchen, welches man vor sich befestiget über das unterhemde, und welches feiner und mit busenstreifen versehen ist' Campe; 'es ist häufig mit stickerei ... einigen knöpfchen (vorhemdeknöpfchen) von zierlicher arbeit ... versehen' Krünitz öcon. encycl. 231, 393. — gewöhnlich auch jetzt in entsprechendem sinne, latzartiges ersatzstück des oberhemdes aus gestärkter leinwand, an dem der halskragen befestigt wird, als unfein geltend (daher: er besitzt nur eine vorhemdchenbildung Wander dt. sprichw.-lex. 4, 1692). daneben wird aber auch der entsprechende theil des tag- oder oberhemdes mit v. bezeichnet: er trägt äuszerst feine wäsche, auch wohl im v. einen goldenen knopf Hebbel I 9, 363 W.; vielleicht wurde aus einem ähnlichen grunde das wort jabot (vogelbrust) auch in der bedeutung: 'zierliches v.' genommen Brunner erz. u. schr. (1864) 1, 62; auf grundlage einer rechnung für gewaschene vorhemden G. Keller (1889) 4, 291. — in anderem sinne: tuchlatz mit buntem besatz unter der weste getragen Gusinde eine vergessene dt. sprachinsel im poln. Oberschlesien 163. — hierzu dim. vorhemdchen, n. Campe; 'wird nur zur zierde über dem eigentlichen hemde getragen' Krünitz öconom. encycl. 231, 393; holte sich bei der wäscherin das frische hemd und das geglättete v. G. Keller (1889) 4, 218. — landschaftlich vorhemdel, n.: s reiszt äm s herz mitzammsten vurhämmel raus, schmerz Müller-Fraureuth 2, 628a.

 

Vorhemus:

http://www.suedmaehrenforum.net/neuvorstellungen-f9/zlabings-t233.html

Eher unwahrscheinlich: Hkn. zum ON Forheim (BW).

http://de.wikipedia.org/wiki/Forheim