Familienname: Ehinger

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JMW
User offline. Last seen 13 Jahre 45 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 13.08.2007
Beiträge: 12

Hallo,

nachdem uns bei den anderen Namen auch so toll geholfen wurde sind wir bei der weiteren Forschung auf den Namen EHINGER gestossen. Er scheint wohl hauptsächlich in Süddeutschland aufzutreten.

Danke im Voraus und viele Grüße

User offline. Last seen 1 Woche 1 Tag ago. Offline
Experte!Moderator
Beigetreten: 07.03.2005
Beiträge: 1925

hallo,
hier haben wir es mit einem sog. Herkunftsnamen nach Ortsnamen zu tun.
Ehingen gibt es in Ba-Wü und Bayern. Deshalb die Verbreitung in Süddeutschland!?
Grüße weste

JMW
User offline. Last seen 13 Jahre 45 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 13.08.2007
Beiträge: 12

Hallo weste,

vielen Dank für die Antwort. Ich habe mittlerweile rausgefunden dass es ein Ulmer Patriziergeschlecht der Ehingergab. Mal sehen wo die Spur noch hinführt.

Grüße
JMW

User offline. Last seen 1 Woche 1 Tag ago. Offline
Experte!Moderator
Beigetreten: 07.03.2005
Beiträge: 1925

hallo,
das mit dem Ulmer Patriziergeschlecht hat mir - alter Ulmer - keine Ruhe gelassen. Dass es ein Ensinger-Geschlecht, und andere, gegeben hat, war mir bekannt.
Jetzt aber zu
Ambrosius Ehinger (ca. 1500 - 1533)
Ehinger gab mit seinen Brüdern den Anstoß ...
... zu den Venezuela-Unternehmungen der Welser. Er war Kolonisator und erster Statthalter der Welser in Venezuela. Ambrosius Ehinger entstammt dem Ulmer Patriziergeschlecht der Ehinger.....
1529 landete Ambrosius Ehinger im Auftrage der Welser in Venezuela.

Das heisst aber nicht, dass die Ehingers nicht aus dem Ort Ehingen stammen und nach Ulm "übersiedelt" sind.

In den deutschen Reichsstädten des Mittelalters bildete sich ab dem
11. Jahrhundert**** ein Patriziat aus den reich gewordenen Bürgern sowie später aus den in die Bürgerschaft aufgenommenen Rittern, Amtsleuten und Ministerialen, wobei die Unfreiheit letzterer kein Hindernis darstellte. Die Patrizier besetzten den Rat und wichtige andere städtische Ämter und versuchten, sich ein ausschließliches Recht auf diese Ämter zu wahren, also die Patrizier zu den alleinigen ratsfähigen Geschlechtern zu machen. Hierfür schlossen sie sich in Gilden zusammen und setzten ein erbliches Recht auf die begehrten Ämter durch.

Die Patrizier gelten als dem landgesessenen Adel ebenbürtig. So nimmt das genealogische Handbuch des Adels unverändert jene Familien auch ohne Adelsprädikat auf, deren Mitglieder nachweislich spätestens im 14. Jahrhundert erbgesessene Ratsgeschlechter in deutschen Reichsstädten waren.
]

*****Nachnamen wurden erst später "eingeführt.

Grüße weste