Ruppenstein

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User offline. Last seen 13 Jahre 35 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 18.10.2007
Beiträge: 2

Hallo Ihr Experten!
Seit langem bin ich auf der Suche nach der Bedeutung/Herkunft des Nachnamens "Ruppenstein".
Bisher konnte mir niemand weiterhelfen. Vielleicht ist das hier anders und jemand hat eine Ahnung?
Danke im Voraus!
Gina8

Beigetreten: 29.01.2006
Beiträge: 1833

Hallo,
der Name kommt einigemale in Ostpreußen vor. In der Kartei Ehmer finde ich einen Pfarrer Bartholomaei Ruppenstein zu Powunden (Samland). Zu ihm sind folgende Angaben:
- Wunsiedel, 12.3.1686,
- Powunden, 20.11.1742

Das könnte interessant sein:
http://www.mail-archive.com/ow-preussen-l@genealogy.net/msg22040.html

Der Surnamenavigator hat noch
6. Eleonore Ruppenstein - International Genealogical Index / GE
Gender: Female Birth: About 1750 Of Perwissau, , Ostpreussen, Preussen
1. Martha RUPPENSTEIN - Ancestral File
Gender: F Birth/Christening: < 1901

9. Elisabeth Ruppenstein - International Genealogical Index / GE
Gender: Female Birth: 1824 Of Stublong,Ober, , Franken, Bayern
11. EMIL RUPPENSTEIN - International Genealogical Index / GE
Gender: Male Christening: 14 NOV 1869 Katholisch, Donaueschingen, Villingen, Baden
12. Ewald RUPPENSTEIN - International Genealogical Index / GE
Gender: Male Birth: 1902 Hallerndorf,Forchheim, , Oberfranken, Bayern
13. JOHANN GEORG RUEBSTEIN - International Genealogical Index / GE
Gender: Male Marriage: 1651 Pfedelbach, Jagstkreis, Wuerttemberg

Zur Bedeutung müsste jemand anders was sagen.

Beate

User offline. Last seen 13 Jahre 35 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 18.10.2007
Beiträge: 2

Wow, DANKE für die Mühe!!!
Hat noch wer was zur Bedeutung?

User offline. Last seen 2 Wochen 6 Tage ago. Offline
Experte!Moderator
Beigetreten: 31.12.2005
Beiträge: 4590

Gina8 wrote:Hallo Ihr Experten!
Seit langem bin ich auf der Suche nach der Bedeutung/Herkunft des Nachnamens "Ruppenstein".
Bisher konnte mir niemand weiterhelfen. Vielleicht ist das hier anders und jemand hat eine Ahnung?
Danke im Voraus!
Gina8

Hallo,

Der Name Rupp, Ruppert usw. kommt in der CH sehr oft vor. (Ruppert)

Der Ruppenpass ist ein Pass zwischen den Schweizer Kantonen Sankt Gallen und Appenzell Ausserrhoden. Er befindet sich zwischen den Orten Trogen und Altstätten. Die Passhöhe liegt auf 1'003 m in der Gemeinde Oberegg im Kanton Appenzell Innerrhoden.

Oder: Ruppengarten, Ortsteil der Ortsgemeinde Groß-Aupa II[2], 4 Bauden. Mundart ofm rupagōata, keine tschechische Bezeichnung. Es durfte sich um den Grasgarten eines Ruprecht handeln, nach dem die Baudengruppe benannt ist. Der Name Rup ist schon 1578 für Bausnitz nachgewiesen: der grosse Rup von der Pauswits SH 229 (Simon Hüttels Chronik der Stadt Trautenau (1484-1601). Bearbeitet von Dr. L. Schlesinger im Auftrage des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen, Prag 1881.).

Jedoch "rup" u. ä. aus dem Keltischen bedeutet Fels.

Ruppen und Stein: (aus den Bücher)

Stein:

1. Wohnstätten. Zu mhd. stein= Fels, Stein, nach einem besonderen Merkmal der Siedlungsausstellung.

2. Herkunftsame zu dem gleichlautenden Ortsnamen: (von/in) Schlesien, Schleswig- Holstein, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Österreich, Schweiz, Ostpreussen.

(Gelegentlich aus einer Kurzform von Rufnamen, die das Namenwort Stein enthalten.

Ruppen:

die Fam. Nam. Rupp, Ruppert, Rupprecht, Rupp(recht, Ruppel, Rupperti. Rupprich, RuPrecht, sind alles Formen/Ableitung zu RUPPRECHT. Gleichbedeutend mit dem dem Namen Rupprecht ist der im Nordwesten und Norden Deutschlands heimische Fam. Nam. Robert. Sowie die in Schlesien entstandene Form Rupprich.

(der Fam. Nam. Ruppelt hingegen ist vom germ. Rufnamen Ruppold "abgeleitet". germ. hruod= Ruhm und germ. bald= kühn)

Aus Koseformen von Robert sind auch dies Fam. Nam. Robbe (mit der patronymischen Bildung RoBBen) und Röpke hervorgegangen.

Der Name Rupprecht fand im Mittelalter als Name des heil. Rupert, des Apostels Bayerns und erster Bischof von Salzburg (7/8 Jh.) grosse Verbreitung im Süden Deutschlands.

Herkunft und Bedeutung des Namens Rupprecht: : germ. hruod= Ruhm und germ. beraht= glänzend.

(Robert: angsäch. hròth= Ruhm und germ. berath= glänzend)

Genaueres wirst Du nur mittels Ahnenforschung herausfinden.

Ich will "hier nichts durcheinander bringen" jedoch der Name RUppenstein erinnert mich auch sehr stark an den Namen/Burg RAppenstein in der Schweiz.

Fam. S. Eintragungen: Barbara of Rappenstein - International Genealogical Index / NA Gender: Female Death: After 1531

Barbara of Rappenstein - International Genealogical Index / NA
Gender: Female Death: After 1531

Jakob Moetteli von Rappenstein - International Genealogical Index / NA
Gender: Male Death: 1521

Im Hist. Lexikon der Schweiz steht:

Mötteli, Jakob (vom Rappenstein)

Erstmals erw. 1465, um 1521 , ab 1465 von Unterwalden, 1475-81 von Lindau am Bodensee, 1488-90 von Zürich. Sohn des Rudolf des Älteren, Kaufmanns, und der Walpurga Muntprat, aus Konstanz. ∞ um 1490 Justina Roll von Bonstetten, Tochter des Andreas, Ritters. M. stammte von Ravensburger Kaufleuten ab und war Kaufmann, später Gerichtsherr. Ein Handel mit Ks. Friedrich III. und der Stadt Lindau brachte ihm einige Monate Freiheitsverlust und grosse Unkosten (Mötteli-Handel 1482-86). 1486/89 kaufte M. die Herrschaft Pfyn und Dettighofen, 1488 war er Mitherr von Bürglen. 1489 belehnte ihn der thurg. Landvogt mit Mettlen und Oberbussnang. 1508 erwarb er das Schloss Sulzberg (Gem. Untereggen) und 1512 die Herrschaft Wellenberg. M. war streitsüchtig und verkörperte den Typus des spätma. Aufsteigers, der als Kaufmann Herrschaftstitel erwarb.

Literatur dazu:

-R. Durrer, Die Fam. vom Rappenstein, gen. M., und ihre Beziehungen zur Schweiz, 1893
-R. Bosshard, «Militärunternehmer aus dem Thurgau gegen Ende des 15. Jh.», in ThBeitr. 134, 1997, 47-49, 65

Die Burg Rappenstein befindet sich in einer engen und feuchten Felsspalte im Val Cosenz oberhalb des Dorfes. Sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut. Genannt wird sie nach der Familie Mötteli von Rappenstein, die im 15. Jahrhundert in deren Besitz kam. Noch im 15. Jahrhundert wurde diese Burg jedoch aufgegeben. Die abgesägten Balken deuten auf einen systematsichen Abtransport brauchbaren Materials hin.

1450 gelangte die Herrschaft an die ravensburger Kaufmannsfamilie Mötteli von Rappenstein, in deren Besitz sich auch die Burg Rappenstein befand. 1496 verkaufte Rudolf Mötteli die Burg an den Bischof von Chur, in dessen Besitz sie bis 1577 blieb. Die Gemeinde Untervaz erwarb dann die Burg für 6000 Gulden.

(Eine Zweite Burg mit dem selben Namen steht im Martinstobel bei St. Gallen)

http://www.tagblatt.ch/index.php?archivsuche=1355274&jahr=2007&seite=2&ressortcode=tt-re&ressort=tagblattheute/stgallen/stadt&ms=hauptseite

Siehe/lese dazu:

2. http://www.3d-worlds.de/burgenwelt/rappenstein/geke.htm

Auch lesen:

http://www.onomastik.com/forum/about5286.html&highlight=rappen