schlodder

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Da bin ich nochmal

Kann es sein das dies ein Berufsname = Schuhmacher ist?
eventuell aus dem sorbischen, slawisch, schlesisch...irgend was mit S hab ich in grauer Erinnerung?
Kenne den Ausdruck "schlorren" = beim laufen nicht die Füsse heben, Schuhe über den Boden schleifen. hat aber anscheinend auch viele andere Bedeutungen lt. Internet. Und hat wohl doch nichts mit Schlodder zu tun.

User offline. Last seen 20 Stunden 44 Minuten ago. Offline
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Price wrote:Da bin ich nochmal

Kann es sein das dies ein Berufsname = Schuhmacher ist?
eventuell aus dem sorbischen, slawisch, schlesisch...irgend was mit S hab ich in grauer Erinnerung?
Kenne den Ausdruck "schlorren" = beim laufen nicht die Füsse heben, Schuhe über den Boden schleifen. hat aber anscheinend auch viele andere Bedeutungen lt. Internet. Und hat wohl doch nichts mit Schlodder zu tun.

hallo,
Schlodder: Vorkommen des NN lt. Geogen übnerwiegend N-O von D am stärksten im Raum Cottbus. Heisst das "sorbischer Ursprung"??

Die evtl Abwandlung von der Schreibweise Schlotter (2 TT )ergibt dann viele andere Deutungsmöglichkeiten.

z.B . aus Grimms Wörterbuch:
SCHLOTTERIG,SCHLOTTRIG, adj. wie das vorhergehende wort: flaccidus, lampechtig, schlotterig, schlottig DASYPODIUS; nd. slodderig, sludderig (vgl. auch schladderig sp. 262 und schluderig) RICHEY 264. brem. wb. 4, 839. DÄHNERT 431b. SCHAMBACH 195b. TEN DOORNKAAT KOOLMAN 2, 211b; FRISCHBIER verzeichnet schlodderig und schludderig 2, 287b. 289b, BERND schluddrig 265. besonders von kleidung, gang, haltung, betragen, verhalten des menschen: ein schlotteriger mensch, der in seiner kleidung und in seinem betragen nachlässig ist ADELUNG; schlotterig gekleidet gehen ebenda; nd. de kleder sittet em so sludderig um't lief brem. wb. 4, 839; se geet so sludderig DÄHNERT 431b; die kleider unzugeknöpft und schlodderig hängen lassen. BODE Montaigne (1793) 1, 345; man hätte ihn, seiner gestalt und seinem gesicht nach, für den schönsten menschen halten können, wenn er nicht zugleich etwas schlottriges in seinem ganzen wesen gehabt hätte. GÖTHE 25, 228; ohne dasz sie (in ihrem anzuge) im mindesten schlotterig oder auch eckig ausgesehen hätte.

oder

7) nd. slodder, f., schlumpiges weibsbild MÜLLER-WEITZ Aach. mundart 213; slodderke, lodderiges frauenzimmer SCHAMBACH 195b; vgl. schlotte 5. 6 und schlotterer

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