Schrand(t)

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Hallo, bin auf der Suche nach der Herkunft / Bedeutung des Namens Schrand. Die geografische Verteilung ergab eine Konzetration in meinem Landkreis.

"Die meisten Schrands findet man in/ im Landkreis Cloppenburg (NI), nämlich genau 73 Telefonanschlüsse."

Auch für den Namen Schrandt mit der DT-Endung ergab sich diese Konzentration. Aber ich kann leider immer noch nicht herausfinden, wie das nun zu deuten ist.

Gruß
Invexis

User offline. Last seen 1 Tag 1 Stunde ago. Offline
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Invexis wrote:
Hallo, bin auf der Suche nach der Herkunft / Bedeutung des Namens Schrand. Die geografische Verteilung ergab eine Konzetration in meinem Landkreis.

 

"Die meisten Schrands findet man in/ im Landkreis Cloppenburg (NI), nämlich genau 73 Telefonanschlüsse."

Auch für den Namen Schrandt mit der DT-Endung ergab sich diese Konzentration. Aber ich kann leider immer noch nicht herausfinden, wie das nun zu deuten ist.

Gruß
Invexis

 

Hallo,

SCHRANDER zu/wie Scharre =1. Geizhals. 2. Verkaufsstand, Fleischbank usw..

Schranner, (Bay.): Brot-, Fleischbank (belegt: by der schrann 1424 in Ausgbg.)

Die SCHRANNE (auch Schrande) : Die Bezeichnung „Schranne“ leitet sich ursprünglich vom italienischen Wort „Scranna“ - Gerichtsbank , aber auch Bank, Fleisch- und Brottisch und Lagerhalle.

Das (eheml.?) ostpreussische Dorf SCHRANDEN.

W.B.: schranne: SCHRANNE, f., Schrat m.: gestell einer bank, eines verkaufsstandes, bank und stand selbst. übrigens neben der form schrande: dasz auch nemants anderstwa kauff noch verkauff dann in offner schrand.

schranne als bank, jedenfalls eigentümlicher form, die älteste nachweisbare bedeutung: scamnum, scranna, noch jetzt mundartlich: schranne, schrand= hölzerne bank, gemeiniglich ohne lehne.

Schranne aber auch: bank für richter und rechtsprecher: auf die schrann, da ein ieglicher richter ze Rom solt sitzen.

G.W.B.: SCHARRE, f.,SCHARREN, m. fleisch-, brotbank, s. scharn.

scharn: m. verkaufsstelle für fleisch, brod u.s.; beschränktes werk zu einer krambude, fleischscharre, fleischscherne, appellatur scharn, scherne, et per metaph. schranne, ut brotscherne, scharne, scharre, m. metzge, fleischscharre. scharren, f. kommt von scharne und schranne, hiesz vor alters eine bank, fleisch-scharren, brod-scharre. scharren, m., die historisch berechtigten formen sind scharne, scharn, wenigstens bieten sie die ältesten, dem niederd. des 15. jh. angehörigen belege. Durch umlaut wird daraus das in gleichzeitigen niederd. quellen bezeugte scherne, aus diesem durch tonerhöhung weiter im md. des 15. jh. schirn, das sich bis heute im hess. und rheinfränk. erhalten hat. STIELERS ableitung des worts vom verb. scharren ist haltlos, wahrscheinlichkeit hat dagegen die zusammenstellung mit schranne, nur dasz nicht schranne aus scharn, sondern umgekehrt scharn aus dem schon ahd. bezeugten schranne, durch umstellung des r entstanden ist; fühlen wie die fleischer nur nach der fettwampe für ihren scharren.

N.b. erwähnt: anderes landschaftliches: schranne, felskluft, wol aus schrande erwachsen und zu schrunde (s. d.) gehörig: schweiz. schrann, im Berner oberland die schränne= berglücke, felsenritze,