Kownatka ??

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User offline. Last seen 12 Jahre 45 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 24.01.2008
Beiträge: 2

Hier mal was ungewöhnliches, mein Nachnahme ist Kownatka.
Würde mich mal interessieren ob das irgendeine Bedeutung hat oder man diesen Namen übersetzen kann.

Ursprünglich stammt er aus Ostpreussen, polnisch oder russisch ist es m.E. nicht.
Regional ist er am häufigsten in MV (Vorpommern) und NRW vertreten.
Was bestimmt Abwanderungsbedingt ist.

Mal schauen was draus wird :oops:

Beigetreten: 29.01.2006
Beiträge: 1833

Hallo,
es ist entweder ein Herkunftsname zur Stadt Kaunas (litauisch), Kowno (polnisch), Kauen (deutsch) oder eine Herkunft aus Kawniten (1346), Konitten Kreis Heilsberg.

Prußisch "kaune" ist der Marder. Litauisch "kaunas" bedeutet kampflustig.

http://www.naanoo.com/freeboard/board/show_thread.php?topic=297339&userid=21893&forumid=13549

Beate

User offline. Last seen 12 Jahre 45 Wochen ago. Offline
Beigetreten: 24.01.2008
Beiträge: 2

Danke für die schnelle Antwort,

erstmals wurde dieser Name lt. Mormonenregister im 18 Jh. erwähnt.
Registriert in Schmidsdorf(Schimonken) Kreis Sensburg-Ostpreussen.

Beigetreten: 29.01.2006
Beiträge: 1833

Hallo,
18. Jh. ist gar nichts. Aber Schimonken liegt ja in der Nähe von Kawniten, Konitten Kreis Heilsberg.

Ich finde in:
Heling, Reinhold: Lötzener Fragmente 1799-1900, Verein für Familienforschung in Ost-und Westpreußen, Hamburg 1976

auf S. 136 im Kapitel "Der Haus- und Grundbesitz der Stadt Lötzen im Jahre 1832":
- Christian Kownatka und seine Ehefrau Justina geb. Jannutsch
Haus mit 1 Geköchgarten und 1 Kaufmorgen
Kownatka ist +. Die Witwe hat den Nagelschmied Sczesny geheiratet

In
Heling, Reinhold: Die männliche Bevölkerung in den 48 ländlichen Kirchspielen der Diözesen Rastenburg und Kreuzburg im Jahre 1778, Hamburg 1979

in Gneist: Gärtner Mart. Kownatka
in Nikolaiken: Jakob Kownatka
in Schimonken: Schmidt Jakob Kownatka
inSalbkeim: Martin Kownatka

Das heißt, du musst die Dörfer abklappern. Denn "Gärtner" ist nicht das, was wir heute darunter verstehen, sondern ein Landarbeiter, der irgendwann einmal in guten Zeiten auf einem Gut einen kleinen Garten für den eigenen Bedarf zugewiesen bekommen atte. Ansonsten ist es ein Synonym für Saisonarbeiter, Tagelöhner, Einwohner, Losmann, der herumzog und sich für jede anfallende Arbeit verdingte. Die Lage der ländlichen Bevölkerung war zeitweise ausgesprochen schlecht. Ich kenne Fälle, wo jedes der 7-10 Kinder in einem anderen Dorf geboren wurde.

Und ich kenne Fälle, wo in den Steuerlisten die Knechte und Mägde gar nicht als Personen aufgenommen wurden, also einfach durchs Raster fielen. Dann steht da allenfalls "6 Marjellens" oder "etliche abgelebte Leute über 60". Da dürften die Kirchenbücher genauer sein, ausgenommen in den Zeiten der Großen Pest Anfang des 18.Jh.

Am besten, du meldest dich in dieser Liste an:

http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/ow-preussen-l

Beate