Timpe

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User offline. Last seen 2 Jahre 27 Wochen ago. Offline
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Liebe Leut,

o.g. Namen TIMPE aus dem Westfälischen kann ich mir leider momentan nicht erklären, vermute aber eine Kurzform eines anderen Namen als Ursprung. Hat jemand spontan eine Deutung des Namens parat?

V.

User offline. Last seen 6 Jahre 37 Wochen ago. Offline
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Hallo Volker!

Dazu spontan:

mnd. "timpe" = das in einer Spitze auslaufende Ende, bezogen auf die Kleidung.

Den anderen fällt sicher noch was dazu ein.

Übrigens finden sich zahlreiche Timpe´s in den OFB´s, falls Du es noch nicht gesehen hast. Ich weiß ja nicht, wo genau Du suchst, aber hier z.b. schon 1590 die ersten Einträge in dieser Schreibweise:

http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=loehne&ID=3054&nachname=TIMPE&lang=de

Dinomaus28

User offline. Last seen 4 Tage 19 Stunden ago. Offline
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hallo,
als Ergänzung zu Dinomaus:
Timpe niederdt. = Zipfel, Landspitze, ein Wohnstätten-Name !
Gruß weste

User offline. Last seen 1 Woche 3 Tage ago. Offline
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Volker_ wrote:Liebe Leut,

o.g. Namen TIMPE aus dem Westfälischen kann ich mir leider momentan nicht erklären, vermute aber eine Kurzform eines anderen Namen als Ursprung. Hat jemand spontan eine Deutung des Namens parat?

V.

Hallo,

ergänzend zu Westes Beitrag: der Flurname Tipme ist in Westf. "weit verbreitet".

Siehe/lese z.B. dazu:

:arrow: Klick

Auch als Hausname finden sich sehr "alte" Belege. Kopie: Hof Tympe (ca. 1451) usw.!!!

"Nb. erwähnt": (Kopie aus dem G.W.B.)

zimpel, zimpfel, m., zipfel: timpel zipfel, namentlich an der baumwollenen nachtmütze SCHAMBACH 230b; zimpel zipfel, penis, ein zimbel land ein spitz zulaufendes stück land (Ermland) FRISCHBIER 2, 493b; zimpfel zipfel E. LEMKE volkstüml. in Ostpreuszen 1, 190; timpel berghöhe, aufgeschichteter haufen WOESTE-NÖRRENBERG 271b. dazu zss.: -brötchen, n., dreizipfliges brötchen (Königsberg) FRISCHBIER 2, 493b; -mütze, f., zipfelmütze SCHAMBACH 230b; MENSING 5, 65 (auch timp-); -pelz, m., schafpelz, an dem die schwanzzipfel der felle als schmuck hängen FRISCHBIER 2, 493b; -weck, m., semmel aus weizenmehl in der form eines viereckigen sterns HENNIG pr. wb. 311. davon das adj. timpelig zipflig, in einem zipfel auslaufend SCHAMBACH 230b. --

User offline. Last seen 2 Jahre 27 Wochen ago. Offline
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